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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Die Marktlage nach dem Berichte der "Tenuvah", Kooperative für Absatz landwirtschaftlicher Produkte
Date
1932-08-01
Page
Seite 286 (sequence 5)
Language
German
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etwa 314 Tonnen, von denen 279 verkauft und 35 zur Aussaat zurückbehalten wurden. Absatz in Syrien. Durch die Entwertung des palästinensischen Pfunds konnten die Siedler den Export von Gemüsen nach Syrien erhöhen und erhielten dafür gute Preise in Goldfrancs. Kartoffeln. Die Versuchsstation der JA begann vor drei Jahren mit dem Experiment der Anpflanzung von Frühkartoffeln für den britischen Markt. Die Schwierigkeit besteht darin, daß diese Kartoffeln September-Oktober gesetzt werden müssen und es ist nicht einfacih, zu dieser Zeit gute Saatkartoffeln zu bekommen. Es mußte daher eine befriedigende Methode gefunden werden, gute Saatkartoffeiln während des ganzen Sommers zur Verfügung zu haben. Der Bericht des Empire Marketing Board bezüglich der vorjährigen Versuchsladung war durchaus ermutigend und die Versuchsstation beschloß daher, einigen KH-Siedlungen (Gan Schmuel, Pardeß Channa, Dagania und Redhoboth) vorzuschlagen, Kartoffeln für den englischen Markt anzubauen. 38 Kisten wurden im Dezember na,cih England verschifft, doch mußten 19 davon nach Frankreich abgezweigt werden, als die Nachricht bekannt wurde, daß für diese Kartoffeln hoher Einfuhrzoll gezahlt werden müsse. Diese Sendung kam am 19. Dezember in Londön an und wie der Bericht des Empire Marketing Board zeigte, in ausgezeichnetem Zustand. Die erzielten Preise waren zufriedenstellend, d. ih. für die erste Laduug 34.2 mil per Kilogramm, also etwa 30, bezw. 27 mil fob Jaffa, was einen guten Nutzen bedeutet. Die Zukunft dieses Exportzweiges hängt jedoch eng mit der Frage des Einschlusses Palästinas in die Zollbegünstigung des Imperial Preference genießenden Gebiete zusammen. Die augenblicklidhen Einfuhrzölle betragen Sh. 18/8 per cwt. und gestatten somit keinen Profit. Der Anbau und Export von Frühkartoffeln (etwa 600/1000 kg per Dunam) könnte für unsere Kleinsiedler eine wichtige Einkommenquelle werden. Die nach Frankreich gesandten Kartoffeln ergaben infolge der hohen Transportkosten Marseille—Paris nur 18.6 mil per kg und somit keinen Profit. Trauben. Tenuvalh tätigte im Vorjahre folgende Verkäufe: Pfund 443 Tonnen............ 5433.— Keltertrauben 47 „ ............ 333,-— Zusammen . . . 5766.— Wenn man dann noch hinzurechnet: Direkten Verkauf der Siedlungen an Händler, etwa ...... 1020.— Von den Siedlern bereitete Gelees, Saft, Weinbeeren u. Rosinen ca. 534.— Ungefährer Verbrauch der Siedler............. 945.— Insgesamt . . . 8265.— Die für Tafeltrauben erzielten Preise (12.300 Pfund pro Tonne) sind recht lohnend. Die von einem privaten Unternehmer gekauften, zur Verschiffung nach Deutschland bestimmten Trauben kamen dort in schlechtem Zustand an. Bilanz. Aus der Bilanz der Tenuvah ist zu entnehmen, daß von den Gesamteinnahmen von 166.962 Pfund an die Wirtschaften 127.499 Pfund gezahlt wurden. Die Gesamtausgaben wa(ren,l67.688 Pfund. Daher zeigt das Jahr 5691 (1930/31) ein kleines Defizit von 726 Pfund.

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