Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Die Marktlage nach dem Berichte der "Tenuvah", Kooperative für Absatz landwirtschaftlicher Produkte
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 285 (sequence 4)
- Language
- German
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Eier nach London (eine mit Eiern der Tenuvaji) und die Teniivah sandte auf eigene Kosten und Verantwortung eine dritte Ladung. Die erste, mit Eiern der Tenuvah, die am 20. Dezember abging, enthielt 7.500 Eier. Die zweite, vom 15. Jänner 1932: 9.000 Eier. Diese beiden Ladungen kamen in ausgezeichnetem Zustand an, doch wurden sie mit großer Vorsicht und Zurückhaltung auf den Markt gebracht und infolgedessen unter ihrem gewöhnlichen Preis (etwa 500 mil per 100) zu etwa 381 bis 434 per 100 verkauft. Da der Erfolg dieser Experimente für unsere Siedler von großer Bedeutung ist, wterden die Versuche in der nächsten Saison fortgesetzt werden. Das vor zwei Jahren vom landwirtschaftlichen Departement der JA eingesetzte Komitee für Geflügel und Eier legte einen sehr wertvollen gedruckten Bericht über die verschiedenen Aspekte der Geflügelaufzucht und den Verkauf ihrer Produkte vor. (Wir haben darüber in Nr. 3/4 berichtet un|d geben noch nachstehende Details. — Die Red.) a) Palästina produziert nicht genügend Eier, um die Nachfrage im Lande zu befriedigen. Laut Schätzung betrug die Produktion im Jahre 1930 59,000.000 Eier und der Verbrauch etwa 67,000.000. b) Der milde palästinensische Winter ist besonders für gute Wintereier geeignet. c) In den Monaten November-Jänner ist in England und Deutschland eine Nachfrage nach frischen Eiern. Es sollten daher versuchsweise Schiffsladungen gemacht werden. d) Die Sortierung, Durchleuchtung und Verpackung der Eier muß zentralisiert werden. e) Im März-Juni sollten die verbleibenden Eier eingelegt und im Oktober- Februar frische Eier exportiert werden. f) Fortgesetztes Studium der Geflügelkrankheiten ist für die Fachangestellten ein dringendes Erfordernis zwecks weiterer Entwicklung der Geflügelkunde. g) Fütterungsexperimente sollten durchgeführt werden. B a n a n e in Die Bananenpreise sind im vergangenen Jahre von durchschnittlich 23.345 auf 16.761 Pfund per Tonne heruntergegangen. Da die von der Tenuvah verkaufte Menge stabil blieb, gingen die Einnahmen von 17.579 auf 12.348 Pfund herunter. Das Hauptproblem bleibt, wie man außerhalb Palästinas für den Ueberschuß einen guten Markt findet. Aegypten, im Jahre 1930 der größte Markt für Bananen, fiel im Vorjahre aus. Es schien eine Zeitlang, als ob Griechenland ein gutes Absatzgebiet werden würde. Doch haben sich diese Hoffnungen nicht erfüllt, da sich dort Schwierigkeiten beim Eintausch ausländischer Währungen ergaben. Bisher hatten unsere Siedler im Jordantal durch diesen Umstand sogar große Verluste zu beklagen. Flachs. Da in diesem Jahr die Flachspreise in Palästina um so viel sanken, daß sie mit detn heraufgegangenen Weizenpreisen auf einer Höhe waren, d. h. etwa 10 bis 11 Pfund pro Tonne, macht sich eine Tendenz bemerkbar, die bisher mit Flachs bebauten Flächen zu verkleinern, da die Kultivierung kostspieliger ist. Insgesamt wurden etwa 3.000 Dunam mit Flachs bebaut, und zwar ein Drittel im Jordantal, ein Drittel in Afuleh und Nuris, das restliche Drittel im Kischongebiet. Die Ernte des vorigen Jahres ergab