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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 282

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Fragen der landwirtschaftlichen Kolonisation
Date
1932-08-01
Page
Seite 282 (sequence 14)
Language
German
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dern gleiqhzeitig auch ein Mittel zur Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina sein soll, so muß sie siah auf alle wirtschaftlich für jüdische Kolonisation irgendwie, geeigneten Gebiete in Palästina erstrecken. Die gemisqhten Wirtschaften haben in der relativ kurzen Zeit ihres Bestehens bereits bewiesen, da-ß sie es verstehen, sich in hohlem Maße an die wechselnden Bedingungen des Marktes anzupassen unH selbsterhaltend zu werden. Wenn wir weiter diesen Weg ruhiger Entwicklung und Anpassung beschreiten, und wenn wir den vom Keren Hajessod nodh nicht voll ausgestatteten Siedlungen im Emek in kürzester Zeit die ihnen nocji fehlenden Produktionsmittel und Gebäude geben, da^n ist meiner festen Ueberzeugung nac&i diese Kolonisation berufen, einer der festesten Pfeiler im Bau der Nationalen Jüdischen Heimstätte zu werden. Die Marktlage nach dem Berichte der „Tenuvah", Kooperative für Absatz landwirtschaftlicher Produkte. Die kooperative Verkaufsgesellschaft Tenuvah, der die meisten der KH-Siedlungen angeschlossen sind, veröffentlichte ihren Jahresbericht für 1930/31, dem wir die folgenden Informationen entnehmen: Im vergangenen Jahre gingen die für landwirtschaftliche Erzeugnisse erzielten Preise derart herunter, daß sie kaum die Produktionskosten deckten, insbesondere Sahne und Butter; letztere fiel von 352 mil per Kilogramm auf 308, Milch von 26,7 auf 23,7 pro Liter. Milch. Die jährlich anwachsende Quantität der von der Tenuvah verkauften Milch zeigte wiederum eine aufsteigende Kurve. Während der letzten fünf Jahre ist der Absatz um jährlich 590.000 Liter gestiegen, d. h. von 1,328.000 Liter im Jahre 1926/27 auf 4,261.000 Liter im Jahre 1931, also um 220 Prozent. Da aber während der gleichen Periode der Durchschnittspreis von 34,4 mil per Liter auf 21,4, d. h. 39 Prozent herunterging, erhöhten sich die Einnahmen nur von 45.490 auf 90.114 Pfund, also um etwa 100 Prozent. Die Tenuvah-Filialen in Haifa und Tel-Aviv haben seltsamerweise während dieser Periode nicht die geringste Erhöhung der zu verkaufenden Quantität zu verzeichnen, trotz der anwachsenden Bevölkerungsziffer und des niedrigeren Preises. Vor fünf Jahren verkauften sie 503.000, bezw. 330.000 Liter und im vergangenen Jahre 505.000, bezw. 329.000 Liter. In der gleichen Periode erhöhte die Filiale in Jerusalem ihren Verkauf von 186.000 auf 496.000 Liter. Somit ist der erhöhte Umsatz der Tenuvalh hauptsächlich dem größeren Verkauf aller Filialen an Milchprodukten zuzuschreiben (beinahe 3 Millionen Liter im Vorjahre gegenüber 330.000 Liter vor fünf Jahren). Im vergangenen Jahre verkaufte Tertuvah 4,261.000 gegenüber 3,654.000 Liter im Vorjahre, d. h. 17.2 Prozent mehr. Die Gesamteinkünfte betrugen 90.114 gegenüber 82.451 Pfund, d. h. also 9.6 Prozent mehr. Die von der Tenuvah

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