Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Die Arbeit des Keren Hajessod
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 267 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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in den Arbeitersiedlungen, Kwuzoth und Arbeiterinnenfarmen des Keren Hajessod in Judäa größer ist als die Zahl der Grundbesitzer in den Kolonien auf privatwirtsdhaftlicher Basis. Der KH half dem jüdischen Arbeiter bei seiner Verwurzelung in den alten Pflanzungskolonien. Im Jahre 1920 betrug die Zahl der Arbeiter in diesen Siedlungen ungefähr 900 und heute beträgt ihre Zahl über 8.000. Der Keren Hajessod und das Erziehungswesen. Für das Erziehungswesen hat der KH 903.957 Pfund, also zirka 20 Prozent des gesamten Betrages, den er im Lande investiert hat, ausgegeben: hieven entfallen auf die Universität 38.128 Pfund, auf die Nationalbibliothek 12.800 Pfund und auf das Technikum 40.015 Pfund. Das Erziehungswerk der Jewish Agency umfaßt in diesem Jahre 265 Erziehungsinstitute mit 917 Lehrern und Kindergärtnerinnen und 23.143 Schülerin. Es rangiert sofort najeh der landwirtschaftlichen Ansiedlung. Wir betrachten die hebräische Erziehung im Lande nicht als eine unproduktive Anlage. Wir wußten, daß die hebräische Erziehung, die hebräische Schule und die hebräische Sprache eine der wichtigsten produktiven Kapitalsanlagen für die Wiedererweckung unseres Volkes und für unseren Aufbau bilden würden. Das hebräische Erziehungswesen war von jeher eine unserer Hauptsorgen, und es wird uns schwer, die bedrängte Lage der hebräischen Erziehung im Lande während der letzten Jahre mitanzusehen. Der Keren Hajessod und die Stadt. Viel — wenn auch nicht so viel als unseren Wünschen und Bedürfnissen entspricht — hat der KH für die Entwicklung der Städte getan. Wenige Bewohner von Tel-Aviv wissen, daß auch diese schöne jüdische Stadt voll pulsierenden Lebens nicht ohne Hilfe des Nationalvermögens erbaut wurde. Die Errichtung von Tel-Aviv wäre unmöglich gewesen, ohne die Anleihe von 300.000 Francs, die der Keren Kajemeth im Jahre 1909 den Mitgliedern der Gesellschaft „Achusath Bajith" gab, welche den Grundstein zu Tel-Aviv gelegt hat. Auf Boden des Keren Kajemeth wurde das Gymnasium erbaut, das für das erste Wachstum von Tel-Aviv einen wichtigen Faktor bildete. Auf seinem Boden wurde auch die große Synagoge erbaut. Das Nordia-Viertel und das Nordviertel, die zur Ausdehnung von Tel-Aviv beitrugen, wurden ebenfalls auf Keren Kajemeth-Boden errichtet. Und was den KH betrifft, so wäre ohne die 103.000 Pfund, die der KH im Elektrizitätswerk investiert hat, die billige Triebkraft für Fabriken nicht vorhanden und das jüdische Haus in Tel-Aviv hätte keine elektrische Beleuchtung. Wenn wir in den Straßen von. Tel-Aviv den Klang der hebräischen Sprache hören, so ist dies das Verdienst des KH. Wenige Leute wissen, wieviele Häuser in Tel-Aviv, wieviele Chausseen und Straßen mit Unterstützung des KH gebaut wurden, wieviele Einwanderer mit Hilfe unseres Fonds hereinkamen und sich dart niederließen. Für „A r b e i t", besonders für öffentliche Arbeiten, verausgabte der KH in Stadt und Land 520.000 Pfund, hievon in Tel-Aviv und Jaffa 135.000 Pfund, in Jerusalem 59.026 Pfund, Haifa 41.000 Pfund, Afule'h 7.259 Pfund, Petach Tikwa 23.350 Pfund und Ness Ziona 17.441 Pfund. Der KH hat dem jüdischen Arbeiter geholfen, in alle Arbeitszweige im Lande einzudringen und neue Arbeitszweige zu erschließen. Allerdings gab