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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 241

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Die wirtschaftliche Zukunft Haifas
Date
1932-08-01
Page
Seite 241 (sequence 1)
Language
German
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Die wirtschaftliche Zukunft Haifas. 241 Von S« Natfianson, Haifa. Direktor der Anglo Palestine Bank Ltd.:, Haifa, Vorsitzender der jüdischen Handelskammer, Haifa. Vorb. d. Red. Im Anschluß an den vorstehenden Artikel von Ing. Loewy geben wir nachstehend e,inen Auszug aus einem kürzlich gehaltenen Vortrag eines hervorragenden Wirtschafters, der die von uns wiederholt besprochenen Zukunftsaussichten Haifas (siehe z. B. die Sondernummer „Haifa" 1929, Nr. 4/5) kurz zusammenfaßt. Herzl mit seinem gesunden Instinkt hatte schon im „Altnieuland" die zukünftige Entwicklung Haifas vorausgesehen und jetzt sind wir bei dem Zeitpunkt angelangt, wo die Prophetie Hörzls keine Legende, sondern Tatsache geworden ist. Es sind alle Voraussetzungen zu einer großen Entwicklung Haifas vorhanden; es sind gewaltige Vorbereitungen für seinen wirtschaftlichen Aufstieg getroffen. Es werden nur wenige Jahre vergehen, bis Haifa seinen wirtschaftlichen Höhepunkt erreicht haben wird. Ohne Zweifel ist der Hafen der wichtigste Faktor für die Entwicklung Haifas. Der Bau eines Hafens ist sogar in Ländern von Jiojher wirtschaftlicher Bedeutung keine alltägliche Erscheinung und nun erlebt ein so kleines Land wie das unserige das erste Mal in seiner langen Gesehicjite einen solchen Erfolg. Viele Städte sind erst durch ihren Hafenbau zu ihrer Größe gelangt. Viele Völker kämpften und kämpfen noch heute darum, einen passenden Ausgang zum Meer zu besitzen und unser Haija hat nun das Glück, bald eimeh Hafen zu besitzen, der Raum den größten Weltschiffen aller Völker bieten wird. Mit Fertigstellung des Hafens werden si>ch die verschiedensten neuen Möglichkeiten eröffnen, diej teilweise schon jetzt erkennbar sind, teilweise erst* in der Zukunft sichtbar sein werden. Schon seit mehr als zwanzig Jahren wurde Akko in bezug auf Export durch Haifa verdrängt; der gesamte Kolonialwarenexport des „Hinterlandes" nach vielen Ländern ist von Akko auf. Haifa übergegangen. Nach dem Kriege wurde auch Gaza von Haifa überflügelt. Der Export des Weizens aus Südpalästina, der über Gaza geführt wurde, wird nunmehr per Bahn über Haifa geleitet. In den letzten zwei Jahren hat auch Jaffa angefangen, von Haifa verdrängt zu werden, was aus der nachstehenden Tabelle über den Schiffsverkehr in den beiden Häfen während der letzten vier Jahre ersichtlich ist. 1928 1929 1930 1931 D a,mp f s chi f fe Jaffa 450 449 479 432 Haifa 283 291 324 373 Der Erfolg im Wettkampfe mit Jaffa ist besonders bedeutsam, da er die Produkte unseres wichtigsten Exportartikels, die Zitrusfrüchte, betrifft. Die Natur hat es so eingerichtet, daß gerade zur Zeit der Hauptsaison des Zitrusf nicht exportes das Meer bei Jaffa stürmisch und bewegt ist, so daß es keinen anderen Ausweg geben wird, als bei diesem stürmischen Wetter die Früohte vom Haifaer Hafen aus zu verschiffen. Es ist ganz klar, daß nach Eröffnung des neuen Hafens der größte Teil der Millionen

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