Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Die Aufgaben der Privatinitiative in der Haifa-Bay
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 234 (sequence 2)
- Language
- German
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234 ^s^^utionen, die ihr Vermögen durch Sammlungen zusammenbringen, und ihr Geld an solchen Investierungen verwenden, die von anderer Seite wegen der damit verbundenen Risken gemieden werden. Diese Terminologie kommt neuerdings ins Wanken und ist auch für die jüngste Vergangenheit kaum noch berechtigt. Die oben erwähnte Palestine Economic Corporation, im folgenden kurz PEG genannt, wie die Fonds kurz KKL und KHJ, befolgt bei der Vergebung ihrer Gelder streng ökonomische Grundsätze und unterscheidet sich in ihrer Geschäftsgebarung kaum noch von anderen privatwirtschaftlichen Institutionen, aber auch einige der nationalen Investments beginnen aus der Gefahrenzone des geschäftlichen Risikos herauszukommen, wie z. B. der Orangengarten Gan Schmuel bei Chedera. Während also die Nutznießer der nationalen Fonds bisher als Pioniere galten und Fehlschläge und Verluste damit entschuldigt werden durften, daß es sich dabei um Leistungen im Interesse des gesamten Volkes handelte, beginnt langsam, aber sicher, auch in die Verwaltungen und Kontrollorgane der nationalen Fonds ein geschäftlicher Geist einzuziehen. Langsam wandelt sich ihre Rolle, ihr Aufgabenkreis ähnelt immer mehr dem der privaten Investments, nur daß sie es sich noch auf längere Zeit werden leisten können, weniger Zinsen zu nehmen und auch sonst günstigere Bedingungen zu geben, als private Geldgeber. Dadurch werden sie naturgemäß von weitesten Kreisen begehrt und der heutige Kampf dreht sich schon fast gar nicht mehr um Prinzipien und Ideale, sondern ausschließlich Idarum, wer den größeren Anteil an diesen, leider immer spärlicher fließenden, billigen Geldern bekommen soll. Hier befindet sich die Arbeiterschaft, die bisher den Löwenanteil aus diesen Kassen bezog, in der Defensive gegenüber den Gruppen, die auch an die Futterkrippe heranwollen und deshalb kämpft man noch mit den alten Schlagworten, weil sie besser kleiden als das brutale, unverbrämte Parteiinteresse. So ist es z. B. schon gar kein,e Pionierleistung mehr, in der Arbeitersiedlung auf NF-Boden in der Haifabay mit einer ersten Hypothek der PEC und einer zweiten des Keren Haesra ein Häuschen zu erwerben. Ganz im Gegenteil, es ist ein gutes Geschäft und das ist auch kein Unglück. Aber hier hütet die organisierte Arbeiterschaft bereits einen durch ihren Einfluß und die Geschicklichkeit ihrer Beauftragten erlangten Sondervorteil mit allen verfügbaren Mitteln gegen das Eindringen unerwünschter Elemente. Ganz ähnlich liegen die Verhältnisse bei der sogenannten „Ansiedlung der