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Palästina · 1932-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1932) · p. Seite 227

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1932)
Article
[Rezension]
Date
1932-05-01
Page
Seite 227 (sequence 2)
Language
German
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Annäherung jüdischer und arabischer Arbeiter. Leider ist es nicht möglich, auf die anderen Kapitel über Industrie, Verkehr usw. einzugehen. Begrüßenswert ist die Beigabe einiger charakteristischer Bilder, welche das Buch beleben und manche Ausführungen anschaulich machen. Im Schlußkapitel zeigt Bonne, wie der jüdische Aufbau Palästinas diesem Lande eine viel stärkere ökonomische Entwicklung gebracht hat, als sie die Nachbarländer aufweisen und betont, daß das Einströmen jüdischen Kapitals für die Entschuldung und Intensivierung der arabischen Landwirtschaft, den Rückgang des Großgrundbesitzes, die Beschäftigung des Ueberschusses der ländlichen Bevölkerung in der Industrie usw. von höchstem Nutzen ist. In diesem Kapitel. zeigt es sich, daß auch eine rein ökonomische Betrachtung, die frei ist von allen politischen Propagandaabsichten, dazu führt, den hohem Wert der jüdischen Aufbauarbeit für Palästina als Ganzes, also auch für die arabische Bevölkerung nachzuweisen. Diese Betrachtungsart ist jene unserer Zeitschrift und Dr. Bonne ist daher einer ihrer geschätztesten Mitarbeiter geworden. Sein Buch füllt eine schon lang empfundene Lücke in der Palästinaliteratur; es gibt ein objektiv zutreffendes Bild der hauptsächlichsten Züge der Wirtschaft des Landes. Adolf Böhm. Zur Theorie und Praxis des Mandatssystems, von Dr. Ernst Markus, Sonderabdruck der Zeitschrift für Völkerrecht, XVI. Bd., Heft 2. J. U. Kerns Verlag, Breslau, S. 314/330. — In dem vorliegeniden Aufsatz werden eine Reihe bedeutsamer Fragen zur Sprache gebracht, die sich im Laufe der Verwaltungspraxis für die Interpretation des zum Teil wenäg eindeutig festgelegten Mandatsrechtes ergeben haben. Die Schwierigkeiten, die sich der Durchsetzung; fester Rechtsauffassungen entgegenstellen, werden u. a. auch aus dem „Nebeneinanderwirken mehrerer Rechtssysteme, des angelsächsischen in den Mandaten Großbritanniens und der Dominions, des romanischen in den Mandatsgebieten Frankreichs und Belgiens" erklärt, und Markus belegt diese seine Meinung auch entsprechend. (S. 320 ff.) Die Bedeutung der permanenten Mandatskommission des Völkerbundes wird hervorgehoben und insbesondere auf ein von ihr zuerst betojntes, heute von allen Mandataren anerkanntes Prinzip verwiesen, demgemäß „die für weiße Siedlungen notwendigen Gebiete nirtgends den Umfang des zur Ernährung der eingeborenen Bevölkerung unerläßlichen Ackerlandes über Gebühr beschränken dürfen". (S. 329.) Hier wird. für uns Zionisten klar ersichtlich, daß die Schwierigkeiten, die sich infolge einer beschränkten Bodenreserve ergeben, kein Spezifikum Palästinas sind, sondern auch in anderen Mandatsterritorien bestehen. Mit Recht unterstreicht Markus* angesichts der stets wachsenden Fülle der Mandatsliteratur, die Notwendigkeit einer umfassenden bibliographischen Spezialarbeit mit kurzen referierenden Bemerkungen für jede Publikation. Er gibt, mangels einer solchen Publikation, in diesem Aufsatz selbst eine mit knappen kritischen Bemerkungen versehene Uebersicht der wesentlichsten bisherigen Erscheinungen der Mandatsliteratur. Dr. M. S. „Judentum und Zionismus", von Dr. Eugen Müller, mit 23 Plänen und Zeichnungen, Verlag Dr. J. V. Bachem, G. m. b. H., Köln a. Rh., S 125.—. Eine kenntnisreiche und eingehende Kritik und Stellungnahme von katholischer Seite, zur jüdischen Palästinapolitik. So sehr der Verfasser sich bemüht, objektiv zu

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