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Palästina · 1932-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1932) · p. Seite 213

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1932)
Article
Die Lage der Landwirtschaft Anfang 1932 [Nachricht]
Date
1932-05-01
Page
Seite 213 (sequence 3)
Language
German
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zu den Ernten ist, eine Rolle. Die Akzise ergab 1926: 11.385 Pfund, 1929: 28.220, 2X3 1930: 31.941 Pfund. Es werden noch immer Weinstöcke (meist alte) ausgerissen und dafür Orangen gepflanzt. Auch in Mandeln nimmt die Ernte ab und fallen die Preise. Die Tabakpflanzungen wurden in den letzten Jahren wieder ausgedehnt. 1930: 23.500 Dunam. Aber 1931 wurde der Anbau um 40 Prozent vermindert, denn die Preise fielen und der Export wird immer schwerer. Der Anteil der Juden an den Tabakpflanzungen ist zirka 15 Prozent. An neuer Kolonisation und Bewässerung erfolgte trotz der schweren Zeiten einiges in verschiedenen Punkten. Die Summe, die 1931 für Bauten in den Kolonien aufgewendet wurde, betrug 1/i Million Pfund. Regierung und Fellachen. Ueber dieses Thema schreibt A. Böhm in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 37. Er führt aus, daß die Regierung bis heute keinerlei durchgreifende Mäßnahmen zur Hebung der Fellachen unternommen hat. Die Individualteilung des Dorflandes stockt seit 10 Jahren, von einer Entschuldungsaktion ist nie die Rede gewesen, die Agrarsteuern werden nicht auf dem einzig richtigen Prinzip der Steuer auf bebauten und unbebauten Boden durchgeführt, das Landwirtschaftsamt wird aufs stiefmütterlichste dotiert, es erhielt im Jahre 1930 keine 4 Prozent des Ausgabenbudgets, sechs Siebentel der arabischen Dorfkinder erhalten keinen Elementarunterricht, der landwirtschaftliche lag bisher im Argen, die Kardinalfrage der Bewässerung ist bis heute noch nicht ernstlich erwogen worden. Die Taktik, die jüdische Kolonisation, die zur Hebung der Fellachen ungemein viel beigetragen hat, als schuldtragend an deren schlechten Lage hinzustellen, was sicher auch der zu erwartende Frenchbericht tun wird, sei nur geeignet, von der Frage der Untätigkeit der Regierung abzulenken. Die arabische Ansiedlung auf Wadi el Chawereth. Wie (in Nr. 3/4, S. 116) gemeldet, mußte der KKL der Regierung 3.000 Dunam für 2 Jahre verpachten. ,Diese hat ein Komitee, bestehend aus Direktor French, Dr. Hexter, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency und Abdullah Samara eingesetzt, um die provisorische Ansiedlung ländloser Araber durchzuführen. Möglichkeiten für Mittelstandansiedlung. An „Boust'hai" (Nr. 1/2) schreibt man aus Chedera: Hier gibt es Raum für Ansiedlung. Wir verkaufen 1.000 Dunam gewöhnlichen Boden, vorbereitet für Pflanzungen, 100 Dunam normale Pflanzungen, fruchttragend, im Besitz der Gesellschaft „Agudath Netaim". Fachleute zur Beratung stehen den neuen Ansiedlern zur Verfügung. Auch an den Grenzen der Kolonie ist neuer Boden in weitem Umfange zu haben. Wie verlautet, will die „Jaffa Plantations" (Dr. Brünn) die verfügbaren Böden in ihren Tätigkeitsbereich einbeziehen. — Aus Kfar Tabor wird berichtet, daß beim Bau der Kadoorie-Schule in einer Tiefe von nur 25 Meter Wasser gefunden wurde. Die Fachleute versichern, daß in dieser Tiefe bei allen Böden der Kolonie Wasser gefunden werden kann. Die Kolonisten könnten jetzt 2.000 Dunam mit Weintrauben bepflanzen, besitzen aber nicht die Mittel dazu. Neue Ansiedler könnten da einspringem.. Es sind in der Kolonie acht Bauernstellen frei, welche die Pica neuen Ansiedlern geben will. Die Pica besitzt in der Kolonie ferner 6.000 Dunam guten Boden mit Wasservorkommen, die sie zweifellos unter günstigen Bedingungen an Mittelständler abgeben

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