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Palästina · 1932-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1932) · p. Seite 212

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1932)
Article
Die Lage der Landwirtschaft Anfang 1932 [Nachricht]
Date
1932-05-01
Page
Seite 212 (sequence 2)
Language
German
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Die Fortschritte der jüdischen Wirtschaften in bezug auf Intensivierung und Mechanisierung sind große. Im Jahre 1931 wurde der Mähdrescher (Combine) eingeführt. Auch in den Pflanzungen wird laufend mechanisiert. Die Bewässerung wurde ausgedehnt im östlichen Emek durch maximale Nutzung der Quelle von Ein Charod. Hierin wurden 1931: 15.000 Pfund investiert. Was die Lage für Milch, Eier, Bananen betrifft, so ist einerseits der griechische Markt gewonnen, andererseits der ägyptische durch Zollerhöhungen verloren worden, der innere hat sich ausgedehnt. Die erzeugten Mengen sind gestiegen^ die Preise gefallen. Nach den Ausweisen der „Tnuwah" ist der Verkauf von Milch (eingerechnet Milchprodukte) im Jahre 5681 auf 4.3 Millionen Liter gestiegen (von 3.6 im Vorjahr), von Eiern auf 3.3 Millionen (Vorjahr 1.6), Honig 26 Tonsien (Vorjahr 11.5) usw. Dagegen fielen die Preise für Milchprodukte um 2.4 Prozent, für Tririkmilch um 11.2 Prozent, Eier um 17.4 Prozent, Geflügel und Bananen um 28 bis 29 Prozent. Für Honig und einige Gemüse stiegen die Preise. Infolge der erhöhten Quanten nahm trote Preisfall der Erlös der verkauften Waren bei Tnuvah um 7.650 Pfund zu und betrug 1931: 146.650 Pfund. Die Qualitäten der jüdischen Produkte sind ausgezeichnet. Gegenüber der arabischen Wirtschaft hat die jüdische einen viel höheren Grad erreicht. Während die arabischen Kühe durchschnittlich 700 Liter Milch per Jahr geben, ist der Ertrag bei den Kühen der jüdischen Kolonien viele Tausende und maximal 5.000. Die Hühner sind besserer Zucht und legen mehr als doppelt so viel Eier, als jene der arabischen Fellachen. Die Bienenstöcke geben bei den Arabern 5 Kilo Honig per Stock, bei den Juden 60 bis 70 Kilogramm. Die Tnuvah machte verschiedene Versuche, neue Exportmärkte zu gewinnen, die für die Zukunft Erfolg versprechen. Sie versucht auch, landwirtschaftliche Industrien einzuführen, wie für Wabenhonig, Traubensaft, Gemüse usw., doch wirkt sich die Absperrung des ägyptischen Marktes als Hauptabnehmer dafür ungünstig aus. Die Einführung eines Zolles in England hat neue Probleme aufgeworfen. In Palästina ist der Zoll für Oelsamen von 12 auf 20 mil per Kilogramm, für Eier von 1/10 auf 2/10 mil erhöht worden. In Aegypten sind die Zölle auf die Efälfte ermäßigt worden, aber nur für die Sommermonate, was jedoch den Bedürfnissen des palästinensischen Exportes nicht entspricht. Der Orangenexpojrt litt in den ersten Exportmonaten unter niedrigen Preisen, erhöhter Konkurrenz und verminderter Kaufkraft der europäischen Abnehmer. Anfang 1932 besserten sich die Preise zusehends und stiegen in England von 8 bis 12 auf 17/23 Shilling, hauptsächlich wegen der strengen Kontrolle, welche die Regierung ausübte, damit nur vollwertige Früchte exportiert werden, und einer Minderernte in Spanien wegen Frost. Insgesamt wurden 3.5 Millionen Kisten exportiert. Man erwartete eine Ernte von 4 Millionen, doch die geringe und verspätete Regenmenge minderte die Erfnte. Der Anteil der jüdischen Gärten läßt sich schwer schätzen, er dürfte 1.4 bis 1.5 Millionen Kisten gewesen sein. Im Jähre 1932 sollen 17.650 Dunam von Juden neu gepflanzt werden, wobei noch jene Flächen nicht gerechnet sind, die in Verbindung mit der „Ansiedlung der Tausend" bepflanzt werden dürften. Das Jahr 1932 wird jedenfalls ein Rekordjahr der Orangenpflanzung werden. Demgegenüber ist die Weintraubenzucht rückgängig. Außer dem Absatzrückgang für Wein spielt dabei das Steigen der Abgaben, das außer Verhältnis

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