Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Wirtschaft.
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 201 (sequence 4)
- Language
- German
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Land gebracht wurden, werden vorsichtig auf 300.000 Pfund geschätzt, die 20 X vorläufig noch meist in den Banken liegen. Die zionistische Organisation hat ein Amt für Mittelstandsiedlung gegründet, zahlreiche offizielle Beratungsstellen sind außerdem errichtet worden, um dats immer stärker werdende Interesse von Angehörigen des jüdischen Mittelstands fruchtbar zu machen. Der Erfolg der Makkabiah und insbesondere; der Messe war, wie die weiter unten abgedruckte« Berichte erweisen, ein sehr großer. Die zuversichtliche Stimmung, welche die ungemein zahlreichen Besucher vorgefunden haben und die sich ihnen mitteilte, wird ein Agens dafür sein, daß der Zug nach engerer Verknüpfung mit Palästina bei den Juden der Diaspora sich sehr verstärken wird. Die Frage, ob die englischen Zölle auch gegenüber Palästina aufrecht erhalten bleiben, wird wahrscheinlich von dem Verlauf der Empirekonferenz in Ottawa abhängen. In den Betrachtungen, warum die Weltkrise sich in Palästina so wenig auswirkte, ist bisjier ein Moment nicht genügend betont worden. Der Mangel an langfristigen Krediten für Industrie und Hypotheken, der im Laufe der Aufbauarbeit so schwer fühlbar war und deren Tempo gehemmt hat, erweist sich Heute als ein günstiges Moment. Es hat verhindert, daß Industrien und Bauten vorwiegend auf fremde§ Geld basiert wurden, namentlich, daß eine auf diese gestützte, allzu rasche Entwicklung » stattfinden konnte. Die Krise, die in der ganzen Welt durch die Zurückziehung der Kredite ausgebrochen ist, konnte daher Palästina nicht so stark treffen, wo vor allem eigenes Geld investiert worden ist. Nachrichten und Daten aftSÄ POLITIK. Parlamentsdebatten. Am 22. April fand im Unterhaus eine Debatte über Palästina statt. John Buchan kritisierte die Haltung der Regierung, besonders die Einengung der Immigration. Col. Wedgwood griff die englischen Beamten in Palästina wegen ihrer Haltung gegenüber dem Zionismus scharf an. Barnett Janner forderte die Regierung auf, die Versprechungen des Miacdonald-Briefes zu erfüllen. Unterstaatssekretär Hamilton sagte, die Einwanderung hänge von der Aufnahmsfähigkeit des Landes ab. Es se^ am besten, die Entscheidung darüber dem Oberkommissär zu überlassen. Am 23. April gab über Anfragen der Kolonienminister Auskunft über den Ausbau der Arbeitslosenstatistik, und Sir Robert Hamilton we^en der Jerusalemer Stadtratswahlen. Es stehe eine neue gesetzliche Regelung der Lokalverwaltung bevor. Wahrscheinlich würden jene Wahlen nach deren Inkrafttreten stattfinden. Dementi der Gerüdhte über Einführung eines gesetzgebenden Rates. Der JTA wird versichert, daß die in verschiedenen großen Zeitungen veröffent-