Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Hebräische Presse in Palästina
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 181 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379904-2395259--13542-2395547- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
scheinende Organ der Jüdischen Arbeiterorganisation, „Dawar", pflegt neben JJ}J Ider literarischen Beilage auch eine Kinderbeilage, die allerdings nur von Zeit zu Zeit erscheint. Während der „Doar Hajom" im 14. Jahrgang steht und also annähernd ebenso alt ist wie se,in bürgerlicher Genosse, der „Haarez", ist „Dawar" die jüngste unter de.n Tageszeitungen: Sie zählt erst sieben Jahre. Die literarischen Beilagen aller dieser Zeitungen erscheinen am Freitag. Das unterscheidet sie, von mari^ch anderer Eigenart abgesehen, von ihren europäischen Schwestern. Sonst arbeitet die hebräische Tagespreise Palästinas mit den modernsten Mitteln der Berichterstattung und Drucklegung. Der Nachrichtendienst für die Tageszeitung ist dur/ch die „Palestine Telegraphio Agency" in Jerusalem organisiert, eine Zweigstelle der „Jewish Telegraphio Agency" New York-London. Die P. T. A. publiziert übrigens eine jüdische Tageszeitung in englischer Sprache in Palästina, das „Palestine Bulletin". In der Gruppe hebräischer Wochenschriften ist in der Ausstellung zunächst „Haam" („Das Volk") eingereiht, das von den Revisionisten ursprünglich edierte Organ, das eine scharfe oppositionelle Kritik an der englischen Mandatspolitik in Palästina übte, ungezählte Male von der Regierung eingestellt wurde und ungezählte Male wieder unter neuem Titel erschien. An der Ausstellung sind nicht weniger als sechs solche „Ableger" des „Haam" zu sehen, die unter den verschiedensten Titeln (z. B. „Bamachnak", „In der Erwürgung", „Hamedina", „Der Staat", „Hajischuw wehamifkad", „Der Jischuv und der Zensus", „Bedhasith Haam", „Die Volksfront" usw.) erschienen sind und ein lehrreiches Kapitel der Geschichte der palästinensischen Zensur darstellen. Von diesem Kuriosum abgesehen, erscheinen zehn Wochenblätter; viele von ihnen in einer weit größeren Auflage, als ihrem Abo&mentenstock entspricht, denn in den palästinensischen Städten, insbesondere in Tel-Aviv^ Haifa und Jerusalem, hat sich' ein ausgebreitetes Kolpqrtagewesen entwickelt. „Chasith Haam", die aus „Haam" hervorgegangene revisionistische Wochenschrift, erscheint in 5000 Exemplaren (bei 2900 Abonnenten, davon 800 im Auslande). Andere politische Wochenschriften sind die ebenfalls revisionistische „Bamaaraeha" („Auf der Front"), das im 11. Jahrgang stehende Blatt der extremen Orthodoxie (Agudah) „Kol Jisrael" („Die Stimme Israels"), der im 25. Jahrgang stehende „Hapoel Hazair" („Der junge Arbeiter"), das Organ der jüdischen Arbeiterpartei Palästinas und auich die älteste periodische Publikation des Landes, fernelr das radikal-sozialistische Wochenblatt „Haor" („Das, Licht"), und „Hatiwah" („Das Wort"), das Zweiwochenblatt der national-religiösen Jugend. Mehr wirtschaftlichen als politischen Charakter trägt das in der Kolonie Rechoboth erscheinende Organ der jüdischen Kolonisten Palästinas! außerhalb der kollektivistischen Siedlungen, der „Boustnai" („Der Pflanzer"). Außerdem erscheinen zwei literarische Wochenblätter: „Mosnaim" („Die Wagschale"), das Organ des hebräischen Schriftstellerverbaixdes in Palästina und „Ketubim" („Schriften"). Die Zahl der Wochenblätter wird durch das in hebräischer Sprache publizierte offizielle Organ der Palästina-Regierung „Haiton Harischmi schel memschalath Palestina" vermehrt. Von den sechs hebräischen Monatsschriften haben drei, „Achduth Haawodah", Blatt der jüdischen Arbeiterpartei, „Scheifotenu („Unser Streben"),, das Organ des eine Verständigung zwischen Juden und Arabern propagierenden Brith Schalom, und das Organ mational-religiösen Juden, „Hahed" („Das Echo"), politischen Charakter, während „Pinkas", das Monatsblatt der jüdischen Be-