Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Entwicklungstendenzen der palästinensischen Landwirtschaft
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 150 (sequence 10)
- Language
- German
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JEjQ chung eines progressiven Entwicklungsplanes, der weite Flächen für neue Kolonisation frei machen würde, die für eine solche Steigerung des Ertrages (bis sie die heutigen Spitzenleistungen erreicht) und Intensivierung der Wirtschaft, notwendigen- Kapitalien niemals aufbringen. Allerdings gilt jeder Plan der Hebung der Getreideproduktion in Palästina nur mit weitgehenden Einschränkungen und Reservaten. Es muß immer wieder betont werden, daß das relative Gewicht des Getreidebaues fallen muß, daß Getreide nur auf gewissen besonderen Gebieten, die für keine andere Kultur geeignet sind, angebaut werden sollte, daß dieser Zweig der Landwirtschaft wie jeder andere, nur auf der Basis der wirtschaftlichen Rentabilität, d. h. unter den Bedingungen des Marktes auf der Basis der Mechanisierung sich entwickeln kann. Die Mechanisierung und der rentable Getreidebau sind (wie in unserem Artikel „Zur Agrarfrage in Palästina", Heft 1, d. Ztschrift, ausgeführt), aber in Palästina nur in den Grenzen gewisser Zonen möglich und kennen anderseits nur eine geringe Zahl von Siedlern per Wirtschaftseinheit ernähren. Allerdings ist auch in diesen Gebieten die Fortsetzung des Getreidebaues nur auf Grund höherer Erträge, wie sie die jüdischen Wirtschaften aufweisen, möglich. Ganz andere Gesichtspunkte gelten für die intensive Landwirtschaft, die auf Monopol- und verderblichen Produkten der Landwirtschaft basiert. Wir wollen hier die hauptsächlich für den Export tätigen wichtigsten landwirtschaftlichen Zweige von unserer Betrachtung ausschließen und die Entwicklung der für den Innenmarkt produzierenden beobachten. In diesen Zweigen der landwirtschaftlichen Produktion machen sich ganz besondere Bedingungen geltend: 1. Der Konkurrenzkampf mit Produkten anderer Länder auf dem palästinensischen Markte wird nicht nur auf der Basis der Preisgestaltung ausgetragen. Die Qualitätsdifferenz wirkt sich zugunsten der palästinensischen Produkte aus (Frische). 2. Die Aussichten der Erweiterung des Innenmarktes durch Immigration und Industrialisierung sind sehr günstig. 3. Die Rentabilität ist in diesen Zweigen viel höher. 4. Diese Produktion für den inneren Markt bildet eine gute Vorbereitung für den Export, der in Anbetracht der palästinensischen Bedingungen aussichtsreich ist. Die Strukturwandlung der palästinensischen Landwirtschaft vollzieht sich von selbst in dieser Richtung. Die produktionsfördernde