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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
[Rezension]
Date
1932-03-01
Page
Seite 134 (sequence 3)
Language
German
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poröse Kalksandstein der Steinbrüche Khirbet es-Sumra und vom Wadi el- Asla, die Gips und Schwefel führenden Lisanmergel, endlich Flußterrassenschotter in einigen Wadis, Blockfelder und Schutthaldein. Die zweite Hälfte des Buches ist der Tektonik gewidmet. Hier werden unterschieden: 1.) meridionale Bruchlinien, im speziellen die westliche Randspalte des Jordantalgrabens mit bis 500 Meter Sprunghöhe; 2.) zwei Quersprünge nach Nordwesten und Südwesten gerichtet von nur kurzer Erstreckung, die sich an. die meridionalen Brüche anschließen und mit ihnen zusammen sogenannte Crescentic Faults, d. h. halbmondförmige Verwerfungen um zwei große Schollen bilden; 3.) eine Dislokation in südsüdwestlicher - nordncvrdöstlieher Richtung (auf der geologischen Karte des Relferienten 1912 als Flexur verzeichnet), die ungereohtfertigterweise als Somalisdh bezeichnet wird, obwohl die Küstenlinie des Somalilandes und der Golf von Aden bekanntlich ausgesprochen Ostnordost-Richtung aufweisen; 4.) kleinere kuitfze Klüfte ohne oder mit Verwürfen, zuweilen mit noch erhaltenen glatten Rutsehflachen. Leider wird nichts ausgesagt über die Richtung der Rutschstreifen auf den anstehenden Harnischen, ob vertikal oder horizontal. Prof. M. Blanckenhorn, Marburg. Geologie Palästinas nach heutiger Auffassung, von M. Blanckenhorn, mit einer Kartenskizze. Zeitschrift des Deutsch. Paläst.-Ver., Bd. 54, 1931, S. 4—50. Die Veröffentlichung des Altmeisters palästinensischer Naturforschung wird aus mehrfachen Gründern besondere Aufnahme finden: Wie der Titel schon sagt, handelt es sich um öfrne! Gesamtdarstellung palästinensischer Geologie, die nach den zahlreichen Entdeckungen der letzten Jahre als notwendig empfunden wird. Ferner erfahren wir, daß nach fast 20j ähriger Abwesenheit der Verfasser selbst wieder eilte Reise im Lande unternehmen konnte, um neues und altes Material zu überprüfen und eigene Beobachtungen hinzuzufügen. Endlich empfinden wir mit Genugtuung für den so arbeitsreichen und hochverdienten Forscher das Erscheinen dieser Arbeit an seinem 70. Geburtstage. Die älteren Formationen der Jura und Unterkreide werden kurz besprochen. Im Anhang (Nachtrag I) findet nochmals das Jebel Usdum-Salz Erörterung, das sicher älter als Spättertiär, möglicherweise peläofcoiseh (Cambrium) sein kann. Hauptdarstellung in der Stratigraphie gewinnt, die in Palästina meist verbreitete mittlere und obere Kreide. Die verschiedenen Cenomanprofile werden zu gliedern und einander gleichzusetzen versucht, Die genaue Grenzlegung von Obercenoman zu Turon bleibt noch eine ungelöste Forschungsaufgabe. Dem Senon ist die ^Maestrichtstufe nunmehr eingeschoben. (Einer wichtigen Nachprüfung bedarf der Fund von Rudisten im vermeintlichem Maestridhtian in Samaria und im Carmel. Anm. d. Ref.) Das Eozän wird nach neueren Entdeckungen in Uitffcer- und Mitteleozän einJ geteilt. Obereozän fehlt. (An dessen Stelle herrschte um diese Zeit in P. eine schwache, gebirgsbildende „Nadhphase", die zu der weiter unten bespro^ chenen Hauptgebirgsbildung der Kreide: Eozänwendezeit gehört. Eingehend werden die interessanten Funde von Ramleh und Kubeibeh, am Rande der Küstenebene, behandelt. Der marine, miozäne Charakter der dortigen Fauna

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