Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 133

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
[Rezension]
Date
1932-03-01
Page
Seite 133 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2379786-2379900-2379903-2394980--13462-2395156
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

aufnähme eines Teils der Wüste Juda im Westen des unteren Jordantales zwischen dem Wadi el Audja im Norden und Wadi en Nar im Süden biäi zum Chan Hatrurr und dem Djebel Muntar im Westen. Die geologische Aufnahme wurde ausgeführt für das Palestine Mining Syndicate zwecks Feststellung der Ausbildung, des Wertes und der Verbreitung der vom Referenten 1894, 1904 und 1908 «entdeckten und wiederhole besprochenen westjordanischen Phosphatlagerstätten im Senon, die jetzt vieli leicht praktisch ausgebeutet werden sollen. Vergleicht man die neuaufgenommene geologische Karte mit dem betreffenden Abschnitt der 1896 und 1912 vom Referenten herausgegebenen geologischen Uebersichtskarten, so stimmt sie in den Grundzügen damit übereil*, bietet aber entsprechend dem viel größeren Maßstab bedeutendere Fülle von Einzelheiten. Die Kreideabteilung des Senon, der der Hauptanteil der dortigen Oberflächenbildungen zufällt, isf\ in Text und Karte zum ersten Male in vier Unterabteilungen gegliedert und die' Verbreitung der technisch wichtigen Phosphate gut erkennbar dargestellt. Außer den übereinstimmenden Verwetfungen sind jetzt auch kleinere Gebirgsspalten überall in die Karte eingetragen; sämtliche Schichtenstufen wer dem nach ihrer Verbreitung, der petrographischen Ausbildung, Folge und Stärke der Schichten, ihrem Gehalt an Fossilien, ihren Erstehungsbedingungen (Paläogeographie) eingehend besprochen. Bei den gegebenen Profilen ist nur bedauer-, lieh, daß die Mächtigkeit der einzelnen Schichten nicht mit dem Zollstock abgemessen wurde, sondern nach englische*" Art die Meereshöhe ihres Vorkommens mit Hilfe des Barometers in englischen Fuß angegeben wird, was bei der vorherrschend geneigten Lagerung geringen Wert hat. Am geologischen Aufbau des Gebietes sind beteiligt zunächst die im Wjest- (jordanland meist verbreitete große, hier aber fossilarme Abteilung der mittleren Kreide des Cenoman-Turons (marine Kalke und Dolomite, nur am Steilabfall zur Jordantalebene). Die Oberkreide oder das Senon beginnt mit dem Santon, zirka 97 Meter, in ähnlicher kalkiger sublitoiraler Facies ausgebildet. Dann folgt das Campan, 60 Meter schiefriger Kreidekalk, mit dem untersten Bitumenkalkhorizont, der eine minutiöse Uebergangsfauna zwischen Sublitoral und Litoral birgt. Das Maestrichtien, zirka 120 Meter, das Hauptlager der Feuersteinbänke und Phosphatkalke mit kleinem Einzelkorallen, Roudairien, Lucinen, Turritellen, Baculiten, dem letzten Ammoniten Libycoceras und vielen Fischresten als Ablagerung einer Litöralbucht, zeigt im allgemeinein von unten! nach oben einen Aufbau aus schiefrigem Kalk, dem unitern Feuersteinlager> der unteren Phosphatzone, dem mittleren Bitumenkalk, dem oberen Feuerstein und der oberen reicheren abbauwürdigen Phosphatzone (von 4 bis 6 Meter). Das Danien, zirka 90 Meter, setzt darüber an mit der oberen Bitumenkalkzone. Hier allein soll der Bitumengehalt ursprünglich, d. h. gleich-i zeitig mit der Schicht gebildet und von da in die tieferen Bitumhorizonte abigewandert sein. Nun folgen nach oben buntgefärbte Gipskalke und Mergel mit feinverteilten metallischen Beimengungen von Eisen und Chromverbindungen, die durch aufgestiegene Bitumensubstanz reduziert wurden. Diese „Mottled- Zone" enthält keine fossile Fauna und stellt eine Lagunenbildung in seichtem' Wasser dar. Der Diluvialzeit fallen zu: Travertin als Quellabsatz, pseudo-oolithische Sande und Kiese am Wadi Abu Obeide, der als Baustein von Jericho verwandte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.