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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die arbeitende jüdische Frau in Palästina
Date
1932-03-01
Page
Seite 100 (sequence 8)
Language
German
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fach beide Familienmitglieder der Arbeiterklasse entstammen und, daß „Misch- Ehen" mit Mitgliedern anderer Klassen nicht sehr verbreitet sind. In Erez Israel verläßt, wie in anderen Ländern, die Mehrzahl der Arbeiterinnen nach der Heirat die Lohnarbeit. Diese Tatsache allein würde ausreichen, den prozenrtuellen Anteil der unverheirateten Arbeiterinnen zu vergrößern; diese Steigerung wurde jedoch auch durch die Entwicklung großer Industrien, insbesondere in Tel-Aviv, herbeigeführt, in denen eine große Anzahl jugendlicher Arbeiterinnen beschäftigt wird. Die Anzahl der Arbeiterfrauen, die nur in ihrer Hauswirtschaft beschäftigt sind, stieg von 2350 im Jahre 1922 auf 6000 im Jahre 1926 und ungefähr 8500 bis 9000 im Jahre 1930. Zuletzt wollen wir noch die Frage des Wachstums der Familien und der Kinderzahl berühren. Insgesamt gibt es in den Arbeiterfamilien 17.354 Kinder, von denen 12.133 in der Stadt, 3839 in den Kolonie^ 763 in dien Moschavim und 624 in den Kvutzot sich befinden. Die Durchschnittszahl der Kinder pro Familie (in Familien, die Kinder haben), beträgt 2*2 Kinder in den Städten, 2,1 in den Kolonien, 1,6 in den Kvutzot (über die Moschavim gibt es keine Angaben). Im Vergleich zum Jahre 1926 trat in der Durchschnittsgröße der Arbeiterfamilie keine Aenderung ein. Es ist schwer, die Zahl der Familien ohne Kinder genau festzustellen. Nach einer Schätzung beträgt die allgemeine Zahl der Arbeiterfamilien im Lande 10.500, von denen über 8000 Kinder haben« d. h., daß ungefähr 26o/0 aller Familien kinderlos sind. Im Jahre 1926 betrug der Prozentsatz dieser Familien 38o/0. Der starke Uebergang zum Familienleben war also auch von einer erheblichen relativen Abnahme der Zahl der kinderlosen Familien begleitet, obzwar die Durchschnittsanzahl der Kinder in jeder Familie, wie gesagt, ohne Aenderung blieb. Möglichkeiten der Kapitalanlage in Palästina* Von ,S. Goldberg, Tel-Aviv. Die Entwicklung, die in Palästina in den letzten zehn Jahren auf Grund der Privatwirtschaft vor sich ging, ist bemerkenswert umfassend geworden, in Bezug auf die verschiedenen Arten, für die das Lanifl Möglichkeiten bietet. Es kann hier nicht ins Detail gegangen werden, aber einige bemerkenswerte Daten sollen kurz zusammengefaßt werden. Vor allem muß betont werden, daß im Lande noch Raum für wirtschaftliche Ausdehnung ist und Palästina mit ziemlicher Sicherheit eine bessere Zukunft erwarten kann, wenn das Aufbauwerk, das innerhalb der letzten zehn Jahre im Gange war, vollendet pein wird, und die verschiedenen Unternehmungen beginnen werden, Ertrag zu liefern. Man kann auch annehmen, daß Palästina-Werte mit dem ökonomischen Fortschritt des Landes steigen werden* was schon bei einigen der Fall ist. Boden. Bodenwerte sind in den letzten zehn Jahren ununterbrochen gestiegen und (heute um 50 Prozent höher als 1920 und unvergleichlich hoher als vor dem Krieg. Die gegenwärtigen Durchschnittspreise für Bauplätze sind folgende:

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