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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 93

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Bodenreserve und Regierungspolitik
Date
1932-03-01
Page
Seite 93 (sequence 7)
Language
German
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wesen? Die Haltung der Behörden gefährdet alle diese Aussichten, um einigen Beduinenfamilien die Ausübung von Weiderechten einzuräumen. Die Politik der Regierung, sollte, wenn sie schon das jüdische Siedlungswerk nicht fördert, wenigstens nicht hemmend wirken., Die Hindernisse, die der Durchführung der jüdischen Bodenpolitik in Palästina in den Weg gestellt werden, müssen deshalb beseitigt werden. Vor allem müssen die Behörden das Eigentum des Keren Ka jemeth, das das Reservoir für. die künftige Entwicklung des Landes bildet, mit allen Mitteln des Gesietzes und einer geordneten Administration schützen und jeden gesetzwidrigem Uebergriff energisch unterdrücken. Die Wahrung des Eigentums ist nicht nur die erste Pflicht einer jjeden zivilisierten Administration, sondern liegt im besonderen Interesse einer- Regierung, die im Sinne des Mandates die Pflicht übernommen hat, den Aufbau einer jüdischen Heimstätte zu fördern. Man muß sich aber immer wieder vergegenwärtigen, daß ohne eine systematische Bodenpolitik jede Siedlungsarbeit und damit auch das Zustandekommen des jüdischen Nationalheims ein Ding der Unmöglichkeit wird. Die arbeitende jüdische Frau in Palästina. Von M. Nemirofsky, TelJAviv. Anläßlich der Ende Januar stattgehabten 4. Konferenz der Arbeiterinnen, haben wir schon in Nr. 11/12 (Rundschau: Arbeiterbewegung von Dr. A. Tartakower, S. 45,9) eine kurze Uebersicht über die Lage der Arbeiterinnen gegeben. Nachstehender Artikel ergänzt diese durch Bearbeitung der statistischen Daten. Die Redaktion. Quantitative Zusammensetzung. Die Arbeiterinnen bilden nach den Angaben der letzten allgemeinen Arbeiter- Zählung — im Jahre 1930 — 25,5 o/o der Arbeiterschaft im Lande, gegenüber 22,4o/o im Jahre 1926 und 16,6 o/0 im Jahre 1922. Die Steigerung der Zahl der Arbeiterinnen (in den Städten und Kolonien sind die Arbeiterfrauen, die in ihrer eigenen Hauswirtschaft beschäftigt sind, nicht inbegriffen) ging in viel schleunigerem Tempo vor sich, als die Zunahme der Arbeiterzahl, wie aus der folgenden Tabelle zu ersehen ist, die sowohl die beschäftigten als die arbeits-j losen Arbeiter umfaßt. Jahr Arbeiter Arbeiterinnen Zusammen in absoluten Zahlen 1922 11.904 2372 14.276 1926 20.491 5205 25.696 1930 21.134 7272 28.461*) in Prozenten 1922 100,0 100,0 100,0 1926 172,0 219,0 180,0 1930 178,0 307,0 199,0 *) Darunter 55, deren Verteilung nach. Geschlecht nicht bekannt ist.

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