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Palästina · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Die Konzessionen für die Pipeline Mossul-Haifa
Date
1932-03-01
Page
Seite 70 (sequence 2)
Language
German
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eine so bedeutende Rolle gespielt hat, ging daher nicht weniger als um die Gewinnung der Quellen, auch um die Sicherung von Transportmöglichkeiten, sei es in der Form von Einflußzonen für Pipeline- und Bahnkonzessionen, sei es auf dem Wege der Okkupation der als Transitgebiete wichtigen Länder selbst. Mit der wachsenden Erkenntnis der weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Bedeutung des Petroleumbesitzes sind in allen Petroleumgebieten die Anstrengungen der Mächte, in den Besitz dieses Gutes zu gelangen, noch intensiver und konzentrierter geworden. Als vor dem Kriege von der Vorgängerin der Anglo-Persian Petroleum Company begründete Vermutungen über die Existenz großer Erdölschätze auch in Mesopotamien geäußert wurden, traten sofort eine Reihe von Interessentengruppen auf, die die Erteilung von Konzessionen beantragten. Deutschland hatte schon im» Jahre 1903 auf dem Wege über die Gruppe der Deutschen Bank- Bagdadbahn (damals „Societe Imperiale Ottoman du Chemin de fer de Bagdatö", eine Option zur Ausbeutung der Erdölschätze in einem Gebiet von 20 km zu beiden Seiten der Bagdadbahn erhalten, aber diese Option nicht ausgenützt. Eine amerikanische Gruppe unter Führung von Admiral Chester, der sich bereits seit Jahren als Vertreter amerikanischer Oelinteressen in der Türkei betätigte, erhielt im Jahre 1909 für eine Reihe anatolischer Felder Minen, Bohr- und Bahnkonzessionen. Eine andere Gruppe, die „D'Arcy Exploration Company", die Inhaberin der Erdölkonzession in Persien, die später von der Anglo- Persian Petroleum Company erworben wurde, hatte sich kurz vorher ebenfalls um die Mossulölkonzession beworben, jedoch ohne vorläufig ein Resultat zu erzielen. Zwischen einem von SirErnest Cassel im Jahre 1912 gebildeten Syndikat, bestehend aus der Deutschen Bank, der Shellgruppe und der National Bank of Turkey kam dann kurz vor dem Kriege eine Verständigung über die Beteiligung an der neuzugründenden Gesellschaft zustande, die den Erwerb und die Durchführung der Mesopotamischen Konzession übernehmen sollte. Diese neue Gesellschaft war die Turkish Petroleum Company. Die Verteilung der Anteile war folgendermaßen: Deutsche Bank...........25 % National Bank of Turkey (Britisch) . . . 50% Anglo-Saxon Petroleum Co. (Shellgruppe) . 25% Die englische Regierung, die die Entwicklung des mesopotamischen Projektes aufmerksam verfolgt hatte, entschloß sich nunmehr, mit einem von ihr oft gezeigten Weitblick, aktiv in den wei-

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