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Palästina · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 48

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Der Bericht des Handelsdepartements
Date
1932-01-01
Page
Seite 48 (sequence 3)
Language
German
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16.63 o/o, Syrien 14.82 o/o, Deutschland 10.91 o/0 usw. In Maschinen steht Deutschland an erster Stelle, Die Exportsumme war 1930: 1.9 Millionen Pfund gegen 1.55 im Vorjahr. Die Zunahme ist auf Orangen und Getreide zu buchen. Die Hauptausfuhrländer waren 1930: Britisches Reich 37.07 o/o, Aegypten 20.85 o/o, Syrien 11.09 o/0, Deutschland 10.72 o/0. Der Bericht sagt, daß die passive Handelsbilanz durch Kapitalimport, namentlich von zionistischer Seite ausgeglichen wird. Die wirtschaftliche Lage Palästinas hänge in weitem Maße von der Regelmäßigkeit und Höhe dieser Quellen ab. Industrie. Der Bericht gibt einige der von uns wiederholt gebrachten statistischen Daten. Die Jordajiwerke werden 1932 Strom liefern und haben mitgeteilt, daß die Preise ab 1. Jänner 1932 herabgesetzt werden sollen^ und zwar sollen als Maxima gelten: für Licht 3D mils, Kraft 15 mils, Bewässerung 10 mils. Arbeitslöhne. Der Achtstundentag ist Regel in fast allen Fabriken, wo Juden oder Juden und Araber arbeiten, mit wenigen Ausnahmen. In der jgrößeren Industrie werden an organisierten Arbeiter gezahlt: Gelernte 400 bis 600 mils, halbgelernte 250 bis 350 mils, ungelernte 200 bis 300 mils per Tag. In der Landwirtschaft erhalten organisierte Arbeiter 175 bis 250 mils per Tag. Europäische Arbeiter erhalten durchschnittlich um 100 Mils mehr, als orientalische. Die Löhne der Arbeiterinnen sind niedriger als jene der Arbeiter. Handels- und technische Schulen. Es gibt zwei selbständige jüdische Handelsschulen, in Tel-Aviv und Jerusalem, indeß in Haifa die Handelsschule mit der Realschule vereinigt ist. Das technische Institut in Haifa nimmt Absolventen von Mittelschulen auf, die Handelsschule solche von Elementaranstalten. In Jerusalem haben das moslemische und das christliche (syrische) W,aisen^ haus Handelsabteilungen. Zwei landwirtschaftliche Schulen der Regiemmg wurden aus der Kadoorie^ Stiftung errichtet, eine in Tul Karem (arabisch), eine in ICfar Tabor (jüdisch). Die Juden haben außerdem eine Mädchenschule in Nahalal und eine für Knaber. in Mikweh Israel. Auch Ben Schemen (Kinderdorf), Meir Shfeya und Givat Hamoreh haben landwirtschaftlichen Unterricht. In Bei Jamal befindet sich eine landwirtschaftliche Schule, die von Mönchen geleitet wird. Mineralschätze. Von Interesse ist die Zusammenstellung der Mineralschätze des Landes in diesem Berichte. Wir haben die Untersuchungen der Regierungsgeologen Mr. Blake im Jahrgang 1930, S. 278, auszugsweise mitgeteilt und fügen einige neuere Angaben hier hinzu: Eisenerze kommen in geringer Metrtge vor, hauptsächlich in Transjordanien, Ajlun-Distrikt, in Form von rotem Hämatit mit 55 bis 65 o/0 Eisengehalt. Manganerze lagern im Süden an der palästinensischen Seite des Wadi Araba, doch nur der Abschnitt von Wadi Meneiaieh zeigen Erze in ausbeutungswürdiger Qualität. (Ueber Kupfer berichteten wir schon in obigem Artikel.) In Kürze wird hc4fentlicji eine vollkommene geologische Untersuchung darüber stattfinden, ob tatsächlich südlich [des Toten Meeres Petroleum vorkommt.

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