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Palästina · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Drei Zählungen
Date
1932-01-01
Page
Seite 29 (sequence 5)
Language
German
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daß die Gesamtbarausgaben sich in diesen Siedlungen auf 100 bis 150 Pfunds pro Familie stellten, davon zirka 50 Prozent für Produktenkauf. Diese Ziffern sind zu unvollständig, um einen genauen Einblick in die Verhältnisse zu] gewähren; es ist aber interessant, daß de(r Verfasser des Vorwortes sich noch heute, nach zehnjähriger Existenz einar Reihe von Siedlungen, über die mangelnde Buchführung in dieser Hinsicht beschwert. Schließlich sei noch die Schlußbilanz von 20 Kwuzoth zum 30. September 1929 angeführt, die ergibt, daß von einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 454.620 Pfund (ohne Boden), zu 90 Prozent von den nationalen Fonds gegeben, 29 Prozent in Bauten und Wasserinstailationen, 14 Prozent in Pflanzungen, Vieh und Geflügel, 8 Prozent in Maschinen sowie 20 Prozent in Vorräten und Verschiedenem angelegt wanen; 18 Prozent des investierten Kapitals sind als verloren zu betrachten, in Anbetracht der sich Jahre hinziehenden Investitionen mit ihren Zins- und anderen Verlusten, der Unsicherheit und den damit verbundenen Ausgaben für Wacht und Schutz usw., gewiß keine allzugroße Summe. 8 Kwuzoth schlössen im Dürrejahr 1929 mit Gewinn, 12 mit Verlust ab. Gewinn brachten in erster Reihe die Pflanzungen. B. Die Industrie- und Gewerbezählung. *) Diese Zählung ist die erste umfassende produktionsstatistisohe Darstellung des jüdischen Gewerbes im Lande, da einige frühere Zählungen nur allgemeine Angaben enthielten und die Industriezählung der Regierung vom Jahre 1927 unbegreiflicherweise das arabische und das jüdische Gewerbe nicht unterschied, trotz der grundverschiedenen Struktur hier und dort, und daher über das uns interessierende Thema der Entwicklung der jüdischen Industrie nur stellenweise Auskünfte ermöglicht, z. B. für die Tel-Aviver-Industrie, die rein jüdisch ist. Auch die jetzige Zählung leidet an einigen Mängeln: sie enthält keine aus unmittelbarer Zählung gewonnenen Angaben, gerade über einige der bedeutenderen Werke, zum Beispiel die Ruthenberg- und Toten Meer Kalibetriebe, sowie über die verhältnismäßig großen Fabriken Haifas, wie die Zementfabrik „Nescher" und die Oelfabrik „Schemen"; um ein vollständiges Bild zu erhalten, war man daher darauf angewiesen, die Ergebnisse durch die für diese Betriebe» aus anderen, nicht statistischen Quellen her bekannten ungefähren Daten zu ergänzen. Es ist erstaunlich, und verdient angemerkt zu werden, daß diese Betriebe sich weigerten, einfache statistische Angaben zu machen, „um ein Be* kanntwerden von Einzelheiten ihrer Tätigkeit in der Oeffentlichkeit zu verhindern", wie es im Vorwort zur Zählung heißt. Diese Betriebe besitzen die Hälfte des Grundkapitals aller gezählten Betriebe! Im Folgenden geben wir einige Zahlen, die die Ergebnisse der Zählung illustrieren und einen Vergleich mit früheren Jahren ermöglichen. Im Ganzen ergab die Zählung, daß Ende 1929 2475 jüdische- und Handwerksbetriebe, die 10.968 Personen beschäftigten, vorhanden waren. (Gezählte und geschätzte Betriebe, entsprechend unserer früheren Bemerkung.) Das Grundkapital betrug 2,534.612 Pfund, die Jahresproduktion war annähernd ebenso hoch (2,510.510), *) Anm. d. Red. — Wir haben in Nr. 7/9 eine Darstellung der Industrie in Palästina gegeben, die auf der offiziellen Erhebung der Regierung vom Jahre 1928 basierte, die erst 1930 veröffentlicht wurde. Die obigen Ziffern über die jüdische Industrie sind viel jüngeren Datums, wie aus der Einleitung hervorgeht und auch etwas anderes gruppiert.

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