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Palästina · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 26

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Drei Zählungen
Date
1932-01-01
Page
Seite 26 (sequence 2)
Language
German
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sieht in vielen Einzelheiten auf Schätzungen angewiesen sind, etwa z. B. in* der wichtigen Frage des Produktivierungsprozesses innerhalb der Gesamt- Jischuws nach der Uebersiedlung usw. Erst der bevorstehende allgemeine Regierungszensus wird hier, sollte er in allen Eragjan, was dringend erforder-# lieh, aber keineswegs gesichert ist, die Einteilung der Bevölkerung naefy Juden und Nichtjuden bei der Bearbeitung berücksichtigen, einen klaren Einblick verschaffen. Aber, abgesehen von diesen äußeren Mängeln bringen; wir auch die vorliegenden Untersuchungen des Interessanten genjug, um eine Besprechung einiger wichtiger Resultate zu rechtfertigen. A. Zensus der landwirtschaftlichen Siedlungen. Der Zweck der Zählung war ein dreifacher: 1. Einen Überblick über die Zusammensetzung nach Zahl, Alter und Geschlecht; 2. über Bodenfläche, Inventar, Bauten, usw.; 3. eine Produktionsstatistik, vervollkommnet durch Bilanzen, zu geben. Die Untersuchung umfaßte in 27 Tabellen, 58 verschiedene Wirtschaftseinheiten: 20 Kwuzoth, 16 Moschawe Ovdim, 9 Siedlungspunkte, die teilweise .Unterstützung vom „Keren Hajessod" erhalten hatten, ferner die Arbeiterinnensiedlungen, einige Jemenitenviertel, die Versuchsstation, sowie verschieden*» andere Gruppen. Sie erstreckte sich nicht auf die in den August-Unruhen zerstörten Siedlungen. Dieser Umstand, sowie die zu große Mannigfaltigkeit der untersuchten Typen, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, daß sie seitens des „Keren Hajessod" vollkommen oder teilweise unterstützt wurden, ermöglicht es leider nicht, ein umfassendes Bild der landwirtschaftlichen Situation zu erhalten, da die Auswahl zu sehr das Gepräge des Zufälligen trägt. Entwicklung der Wirtschaft: In den 56, in der Statistik enthaltenen Siedlungspunkten befanden sich zur Zeit der Zählung 7556 Seelen* davon 2143 (31,6 Prozent) in den Kwuzoth und 3036 (40,2 Prozent) in den „Moschawe Ovdim" d. h. 5179 in den mehr oder weniger vollkommen durch den „Keren Hajessod" gegründeten Siedlungen. Die Zahl der Familien betrug zu dieser Zeit 1486 (6791 Seelen); die Zahl der Kinder 2595, im Durchschnitt 4 Seelen pro Familie, 4,4 in den basierten „Moschawe Ovdim", 3,2 in den Kwuzoth und 4,7 in den Jemenitenvierteln. Der Geburtendurchschnitt von 2 Kindern pro Familie ist etwas höher als in den durchschnittlichen Arbeiterfamilien in den Städten. Die Zahl der Unverheirateten in den Siedlungen ist« naturgemäß verhältnismäßig gering: 950 männlichen, 640 weiblichen Geschlechts über 15 Jahre. Alles in allem umfassen die vom „Keren Hajessod" begründeten oder unterstützten Siedlungen heute zirka 17 bis 20 Prozent der landwirtschaftlichen Gesamt-Jischuws; zieht man aber in Betracht, daß fast alle diese Siedlungen erst nach dem Kriege entstünden sind (bis auf eine gerirjge Zahl,, in der aber auch die eigentliche Entwicklung erst nach dem Kriege einsetzte), so ändert sich die Berechnung des Verhältnisses des Einflusses der zionistischen Organisation zur Entwicklung der Gesamtkolonisation wenigstens für die Zeit nach dem Kriege: Von zirka 30.000 neu in die Lapdwirtschaft nach dem Kriege überführten Seelen wurden zirka 7500 durch den Keren Hajessod angesiedelt, d. h. zirka 25 Prdzeat. Die übrigen befinden sich größtenteils in den stark angewachsenen alten Siedlungen in der OrangenzG\ne, teils in den* neuen Siedlungen der „Piea" und in dem neuen Siedlungsgebiet der Scharon-

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