Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1931-12-01 · Heft 12 (Dezember 1931) · p. Seite 455

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 12 (Dezember 1931)
Article
Der wirtschaftliche Aufbau der Stadt Jerusalem
Date
1931-12-01
Page
Seite 455 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379892-2379899-2394473--12928-2394581
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

folgende Tabelle zeigt jedenfalls, daß auch jetzt noch (1928) große 4^55 Beträge für diese Zwecke in die Stadt fließen. Einnahmen jüdischer Wohlfahrtsinstitutionen in Jerusalem im Jahre 192813): (Mit Ausnahme jener der Hadassah, Arbeiterorganisation, Jewish Agency und Misrachi.) Zahl Jahresdavon aus Schätzimg budget U.S.A. 1907 Religiöse Institutionen 27 78.810 51.220 41.000 Kollelim ..... 31 80.150 55.850 125.000 Hospitäler u. ä. 8 35.000 19.250 17.000 Waisenhäuser . . 5 21.700 17.190 2.000 Asyle und Herbergen 13 16.670 11.670 4.000 Altenhäuser . . 2 14.000 9.800 7.000 Kinderfürsorge . . 4 5.900 1.480 .— 90 252.230 166.460 (66 o/o) 196.000 Geger früher ist natürlich mit der Zunahme der berufstätigen Elemente der direkt von Unterstützungen abhängige Teil der jüdischen Bevölkerung außerordentlich zurückgegangen. Zwar hat sich, wie eingangs dieser Untersuchung dargelegt wurde, an der Tatsache, daß die Bevölkerung der Stadt zum überwiegenden Teil von außerstädtischem Geldimport abhängig ist, nicht viel geändert; aber die Formen, in denen sich dieser Import und seine Verteilung auf die einzelnen Schichten der Bevölkerung abspielt, haben sich sehr gewandelt und sind weiterhin im Wandel begriffen. Die fortschreitende Rationalisierung aller wirtschaftlichen und sozialen Formen im Orient wird auch vor den Gebilden nicht Halt machen, die der religiösen Bedeutung der Stadt ihren Ursprung oder Existenzgrund verdanken. Es erscheint jedoch außerordentlich unwahrscheinlich, daß diese Wandlung die natürliche Ungunst der wirtschaftlichen Bedingungen der Stadt beseitigen und zu einem rein ökonomisch begründeten Aufschwung führen wird. Trotz aller modernen Entwicklungstendenzen wird das wirtschaftliche Schicksal Jerusalems auch in Zukunft weitgehend von der religiösen, kulturellen und neuerdings auch administrativen Bedeutung der Stadt bestimmt werden. 13) Nach dem Statistischen Handbuch für Palästina, Jerusalem, 1930, S. 248 ff.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.