Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1931)
- Article
- Der wirtschaftliche Aufbau der Stadt Jerusalem
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 454 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Tabelle zeigt eine mehr als dreifache Zunahme der industriellen Betriebe von 1920 bis 1929. Die größere Zahl der Gründungen fällt in das zweite Jahrfünft der Dekade. Die Betriebszweige, die eine besondere Verstärkung aufzuweisen haben, sind die Bekleidungsindustrie, Metall- und Holzbearbeitung, Steingewinnung und Druckerei- und Papiergewerbe. Schließlich sei hier noch eine Tabelle über die jüdischen Arbeiter und Angestellten in Jerusalem auf Grund der Zählung der Jewish Agency im Jahre 1930 wiedergegeben, aus der ebenfalls hervorgeht, wie unter den jüdischen Arbeitnehmern in Jerusalem in Uebereinstimmung mit der generellen Entwicklungstendenz der Stadt der Angestellte und Beamte zum dominierenden Elemente wird: Jüdische Arbeiter und Angestellte in Jerusalem 1930: Bekleidungsgewerbe . . . 307 5.9 o/o Metallbearbeitung . . . 207 4.0 o/o Holzbearbeitung .... 152 3.0o/o Leder . ....... 113 2.2 o/o Bau und Transport 997 19.2 o/o Lebensmittelherstellung 154 3.0o/o Häusliche Dienste .... 928 17.9 o/o Angestellte und Beamte 1988 38.2 o/o Druck- und Papiergewerbe . 219 4.2 o/o Landwirtschaft und Diverse 124 2.4o/0 5189 100.0 o/o Angestellte und Beamte bilden nicht weniger als 38.2 Prozent der gesamten jüdischen Arbeitnehmer! Versucht man auf Grund der vorliegenden Statistiken über die gegenwärtigen Berufsverhältnisse der Juden Jerusalems und unter Berücksichtigung der (statistisch seit 1922 nicht mehr erfaßten) Angehörigen freier Berufe ein Gesamtbild über die Erwerbsquellen der jüdischen Bevölkerung "in Jerusalem zu erhalten, so fällt auch jetzt noch auf, daß für einen erheblichen Prozentsatz der Bevölkerung Berufsangaben nicht zu ermitteln sind. Man muß annehmen, daß, obwohl genaue Unterlagen dafür nicht vorliegen, die Erhaltung dieses berufslosen Teiles der jüdischen Bevölkerung auch heute noch durch Unterstützungen, sei es in der Form der Chaluka, sei es in Form direkter Ueberweisungen von Angehörigen aus dem Auslande erfolgt. Die