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Palästina · 1931-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1931) · p. Seite 417

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1931)
Article
Wirtschaft. Von a. b-e, Jerusalem.
Date
1931-10-01
Page
Seite 417 (sequence 3)
Language
German
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Haifa bewirkt der Hafenbau und der Beginn dep* Arbeiten für die Pipeline« 417 durch die das Mossulöl vom Jahre 1935 an nach Haifa zur Verschiffung fließen wird, eine gewisse Belebung auf den Gebieten, die sich von dieser Entwicklung Vorteile versprechen. In Tel-Aviv hat die dort konzentrierte Klein- und Mittelindustrie nach wie vor Beschäftigung und genießt von dem Rückgang des Pfundes zum Teile bereits ähnliche Vorteile, wie sie englische Industrien verzeichnen können. Die Stadt Tel-Aviv, der noch vor wenigen Jahren eine sehr schlechte wirtschaftliche Prognose gestellt wurde, entwickelt sich dank der großen landwirtschaftlichen Pflanzungen, die in ihrer Umgebung errichtet wurden, immer mehr zum Mittelpunkt eines wirtschaftlich sehr kräftigen Hinterlandes und ist heute ökonomisch stabilisiert. Auch in der zunehmenden Baubewegung in Tel-Aviv zeigt sich diese Befestigung. Bei den größeren industriellen Unternehmungen ist der Fortgang der Arbeiten im Kraftwerk der Palestine Electric Corporation zu erwähnen, in dem im Frühjahr eine Ueberflutung größeren Schaden verursacht hat. Die Aufnahme der Stromlieferung für das ganze Land soll in einigen Monaten erfolgen. Die Palestine iPotash Compagny, die die Mineralien des Toten Meeres ausbeutet, hat begonnen, Bromide zu exportieren und wird demnächst auch mit ihren anderen Erzeugnissen (Asphalt und Kali) auf den Markt kommen. Die Arbeitslosigkeit ist unter den jüdischen Arbeitern, die das Hauptkontingent der Industriearbeiter stellen, relativ unbedeutend. Die Ziffern für die letzten acht Monate zeigen, obwohl höher als 1930, eine ziemlich stabile Bewegung und nur einen Bruchteil der Arbeitslosigkeit, die in den Jahren der Immigrationskrise, 1927, herrschte. Unter den arabischen Arbeitern ist die Arbeitslosigkeit gleichfalls nicht von großer Bedeutung, da es eine eigentliche vom Dorfe losgelöste Industriearbeiterschaft nicht gibt. Während der Fluktuation des Arbeitsmarktes finden die Arbeiter in ihren Heimatdörfern Unterkunft. Arbeitslosigkeit jüdischer Arbeiter 1931 M o^n a t Städte Kolonien (einschl. Teilbesehät'tigiei) 1931 1930 1931 1930 towäSito & mcä*m*.**l&i* Juli......... 1400 1700 1500 1650 1500 1574 1478 1462 1680 693 727 449 347 415 523 588 683 551 1000 850 450 1285 1461 1429 1162 1090 700 1500 Monats- 1 durchschnitt 800 350 450 Zur Würdigung dieser Zahlen ist zu beachten, daß die Gesamtzahl der jüdischen Arbeiter etwa 28.000 beträgt und i daß die Zahl der Beschäftigten im Winter mit dem Einsetzen der! Orangenernte ansteigt. Die Lage in der Landwirtschaft war für Getreideprodukte entsprechend der allgemeinen Lage auf dem Weltmarkt sehr ungünstig. Die Regierung hatte seinerzeit durch eine weitere Erhöhung des Einfuhrzolles auf Getreideprodukte und durch neuerliche Steuernachlässe (Reduktion des Zehnten) die Schwierigkeiten zu vermindern gesucht, allerdings nur teilweise abhelfen können, da der

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