Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Die wirtschaftliche Bedeutung der Palästina-Touristik
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 329 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379897-2393752--12458-2394058- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nicht zu reden von den Autobesitzern und den Chauffeuren. Und nicht zum wenigsten werden die Regierungseinnahmen davon in der sympathischsten Weise beeinflußt werden. Hier liegt eine Aufgabe, die alle Kreise des Landes, alld seine Nationen und alle seine Bekenntnisse zu gemeinsamer Arbeit verbinden kann. Ein Beispiel: Jeder Tourist im Lande besucht die Omarmoschee. Da jeder 15 Piaster Eintrittsgeld und 21/2 Piaster für Pantoffeln bezahlen muß,, die er anlegen muß, hat die Moschee aus der Touristik heute schon nicht weniger als zirka 2100 Pfund Einnahmen. Eine Erhöhung dieses Betrages durch eine Vermehrung der Touristenziffer wird den in Frage kommenden Stellen gewiß nicht unangenehm sein. Wie sehr andererseits auch der innere Markt des Landes noch durch stärkere Einstellung auf die 'Bedürfnisse der Touristik profitieren könnte, dafür bietet die Bemerkung des Direktors eines der größten/ Luxushotels des Landes Hinweis. Die Milch- und Eierprodukte des Landes, sagt er, genügen allen Ansprüchen, auch Gemüse und Obst, dagegen sei er genötigt, feineres Geflügel aus Europa zu beziehen, da die palästinensische Geflügelzucht ausschließlich auf Eierproduktion, nicht aber auf Fleischproduktion eingestellt sei. Auch den größeren Teil seines Fischkonsums beziehe er aus Europa oder Aegypten, da der palästinensiche Fischfang bei weitem nicht genug Varietäten liefere. Not täte die Gründung} »eines Verkehrvefr-eines, der alle Interessenten umfassen müßte und in dessen Händen, zusammen mit der Regierung, die Initiative zum Ausbau des palästinensischen Reisewe/sens, vor allem auch die Durchführung eiiner großzügigen Propaganda, liegen müßte. Ein An'faing dazu wird jetzt in der auf Initiative des Zionistischen Informationsbüros eingeleiteten Gründung eines Verbandes der jüdischen Hotelbesitzer des Landes unter-* nommen. Zu ihrem Aufgabenbereich soll die Sorge für die Aufrechterhaltung des Standards der Hotels und die Einhaltung vernünftiger Preisbedingungen gehören. Das ist der Weg, um der Palästina-Touristik den Schwung zu geben, den sie braucht, und um die großen Chancen auszunutzen, die ihr die Besonderheiten des Landes bieten. Wenn die Palästinenser wollen, kann die Touristik zu einer der Haupteinnahmsquellen des Landes werden. N. B. Die Tabellen 1, 2, 3, 4, 7 >9, 1% wunden uns von dem Office des Chief- Secretary des Government of Palestine zur Verfügung gestellt, dem wir dadurch zu ganz besonderem Dank verpflichtet sind. Die grundlegenden allgemeinen Fragen bezüglich der Bewässerungsprobleme in Palästina* Von Dr.-Ing. R. Riftin, Tel-Aviv. In einem früheren Artikel (Jahrg. 1930, Heft 12) hatte ich bereits Gelegenheit, darzulegen, daß in Palästina die Periode nach dem Krieg bis heute in bezug auf die Tätigkeit auf dem Gebiete der Bewässerungen eine solche deir Versuche auf diesem durch spezielle Untersuchungen no>eh nicht erforschten Felde war, eine Epoche ohne festes System, ja selbst bestimmter und einheitlicher Richtlinien der Untersuchung. Das Schlagwort war Aufbau, um eine