Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Die Strömungen und die politischen Organisationen der palästinensischen Araber
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 318 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379897-2393751--12445-2394047- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Führer innen. Die aktive Sekretärin ist Frau Moganam, die jahrelang in Amerika gelebt hatte (die Frau des Sekretärs der Exekutive, des christlichen Rechtsanwaltes Moganam). Diese Organisation besitzt Vereine in Jerusalem, Jaffa und Haifa. Deren einzige selbständige Tätigkeit war bisher Gewährung von Unterstützungen an arabische Familien, welche wegen Anteilnahme an den August-Uruhen eingesperrt waren. Zu diesem Zwecke organisierten sie Sammlungen von Spenden und Kleüde-ra. Auf dem politischen Gebiete treten sie in derselben Art hervor, wie alle Demonstrationen und Proteste der arabischen Exekutive gemacht werden: sie erscheinen vor dem Oberkommissär, senden Protesttelegramme an die Zentraltregierung und dergl. Gegenwärtig ist der Umfang dieser Organisation selir gering. Aber es sind Anzeichen sichtbar einer Bewegung in Hinsicht auf die soziale Tätigkeit (Kinderpflege). Schlußwort. Trotz dem niedrigen kulturellen Niveau der arabischen Einwohner und trotz den religiösen Traditionen, welche den Drang nach Fortschritt hemmen, schreitet die Politisierung der Araber mit großen Schritten vorwärts. Dabei sind zwei Grundelemente behilf lieh: das negative Verhältnis zu den Fremden, de'n Engländern und den Juden, und der religiöse Gegensatz zwisdhen dem Islam einerseits und dem Christentum und Judentum andererseits. Die wirtschaftliche Bedeutung der Palästina-Touristik. Von Julius Berger, Tel-Aviw Vorbemerkung. Die vorliegende Arbeit rechnet mit Touristik im üblichen Sinne, das heißt sie versteht unter Touristen Reisende, die im allgemeinen lediglich des Vergnügens oder Erholung halber ein La;nd für kürzere oder längere, meist kürzere, Zeit besuichen. Die Eigenart Palästinas bringt es mit sich, daß diese Art Touristik durch Reiselnde ergänzt wird, die zu Studienzwecken in« Land kommen. Bei einem überseeischen Land wie Palästina, in dem, zum mindesten nach der Anschauung des Durchschnittstouristen, Reisen noch nicht mit der selbstverständlichen Bequemlichkeit vor sich gehen, wie in den Zentren des Weltverkehrs, Wird die Touristik im wesentlichen durch Vermittlung von Reisebüros durchgeführt. Die in dieser Arbeit enthaltenen Beobachtungen stützen sich tatsächlich dort, wo sie nicht auf offiziellen Angaben beruhen, auf die Daten und Ziffern, 'die vom den verschiedenen Reisebüros und Hotels gesammelt wurden. Daneben gibt es in Palästina noch einen Reisendenverkehr, der urutfßr änderten Gesichtspunkten wie der normale Touristenverkehr zu registrieren ist: Er umfaßt im wesentlichen den Verkehr der jüdischen Reisenden, die wen/iger des Vergnügens halber als vielmehr deshalb das Land besuchen, weil sie dort ihre Verwandten sehen oder sich im Lande niederlassen wollen. Sie bleiben gewöhnlich längere Zeit, wohnen zum guten Ted! bei Verwandten und sind in der von der Regierung und den Reisebüros geführten Statistik größtenteils nicht enthalten. Die Bearbeitung dieses, besonders unter jüdischen Gesichtspunkten,