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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die Industrie in Palästina
Date
1931-07-01
Page
Seite 301 (sequence 12)
Language
German
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fabrik mit 15.000 Pfund Kapital, welche Zahl in der obigen Summe nicht enthalten ist. Auch die Fabrik „Schemen" erzeugt Sesamöl. Von den arabischen Handwerksbetrieben sind noch zu erwähnen: Töpferei, Steinhauerei, Ziegelei, Teppichweberei, Kleidermacherei (aus arabischer Wolle), Weberei einfacher Art (hauptsächlich in Gaza, wo es 118 kleine Webereien mit insgesamt 4000 Pfund Kapital gibt), Lederwaren, Arbeiten aus Olivenholz, Perlmutter, schwarzem Stein usw. In der Hauptsache ist das alles Hausindustrie, die hauptsächlich zum Gebrauch der Familie produziert, bloß der Ueberschuß der Ware gelangt auf den heimischen Markt. Den Hauptkern bildet die Perlmutterindustrie in Bethlehem, die teils exportiert, teils ihre Erzeugung an Touristen verkauft und 19 Betriebe aufweist, mit einer jährlichen Erzeugung von 2600 Pfund (1927), investiertes Kapital bloß 400 Pfund. Es arbeiten darin 19 Besitzer und 43 Lohnarbeiter. Andenken erzeugt auch diej Olivenholzindustrie in Jerusalem (9 Werkstätten, Jahreserzeugung 800 Pfund). Die Entwicklung der Tabak-, Tombak- und Zigarettenindustrie im Lande ist bekannt. Es sind in ihr 352.000 Pfund investiert und sie nimmt nach dem Elektrizitätsunternehmen den ersten Platz ein. Die Jahres er aeugung aller Fabriken ist 443.000 Pfund, also nahe einer halben Million. Von den Fabriken arbeiten zwei auch für Export. Diese Industrie ist zum größten Teil in nichtjüdischen Händen, aber sie kann in der Hauptsache auch nicht als arabische gelten, da zumindest alle Zigarettenfabriken einer britisch-amerikanischen Gesellschaft gehören. D. Die Aussichten der jüdischen Industrie. Die Entwicklung des Landes hängt von seinen natürlichen Schätzen ab, das heißt des Bodens und der vorhandenen Rohstoffe. Auf dieser Linie bewegte sich die Industrie, des Lajndes bisher und hat daher eine große Zukunft. Die Mehrzahl der Waren, die von ihr erzeugt werden, sind aus einheimischen Rohstoffen fabriziert. Zement, Oele, Seife, Alkohol usw. Sie erzeugt eine lange Reihe von Artikeln und Bedarfsgegenständen: Mehl, Mazzoth, Biskuit, Zwieback, Makkaroni, Wein, Tabak, Zigaretten, Frucht- und Gemüsekonserven»,, Salz usw., die alle auf der landwirtschaftlichen Produktion des Landes basieren. Und es gibt noch eine Menge bisher ungenützter Möglichkeiten. Große Aussichten haben noch die Zigaretten- und die Milchindustrie, welch letztere von Jahr zu Jahr sich vergrößert. Auch ist das Problem der Konservenindustrie noch zu lösen, das besonders mit der Entwicklung der Produktion von Milch, Früchten, Gemüse, Obst usw. zusammenhängt. Da und dort könnte eine Industrie die Grundlage für eine landwirtschaftliche Produktion bilden, für die im Lande günstige Bedingungen vohanden sind, z. B. Baumwolle, Rohseide, Zucker, Flachs usw., die in Nachbarländern und zum Teil auch schon ein wenig in Erez Israel produziert werden. Die Tote Meer-Ausbeute mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten bringt Pottasche, Brom, Magnesium usw. hervor. Dank dein Schätzen des Toten Meeres wird die chemische Industrie, wie schon erwähnt, sich entwickeln und auf dem Weltmarkt eine Rolle spielen könnein. Hier ist auch daran zu erinnern, daß es in den Bergen Galils und Jehudas Marmorlager gibt, die der Ausbeute harren. Wichtig ist auch die Touristenindustrie> die infolge des Touristenzustromes aus allen Ländern der Erde eines

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