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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 290

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die neue Pächterverordnung von 1931 und ihre Tendenzen
Date
1931-07-01
Page
Seite 290 (sequence 10)
Language
German
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Die Tendenz der Paragraphen, die den Pächter schützen sollen, sollen Bodenkäufe für uns unmöglich machen und sind nicht nur gegen neue Bodenkäufe gerichtet, sondern ebenso gegen das Erhalten des bisherigen jüdischen Besitzes — gegen die Böden, die im Besitz des Keren Kajemeth Leisrael und der anderen zionistischen Gesellschaften sind. So sieht also die Pächter schütz-Verordnung von 1931 aus: Unsere verantwortlichen Institutionen haben jetzt die Pflicht, zuerst und vor allem Sorge zu tragen, die schon erworbenen Ländereien zu erhalten und des weiteren gegen die Tendenz zu kämpfen, die weitere Bodenkäufe durch uns zu unterbinden sucht. Die Industrie in Palästina. Von Dr. Jehoschua Siman, Jerusalem. Die kräftige Entwicklung der palästinensischen Industrie begann vor zehn Jahren, nach dem Weltkrieg, als Folge der jüdischen Arbeit in diesem Lande. In der Vorrede zu der Industriezählung der Regierung für das Jahr 1928 sagte diese, daß es vor dem Kriege eine 'Industrie im gleichen Sinne nicht gegeben hat. Außer den Weinkellereien in Rischon und Sichron, die vom Baron Rothschild gegründet wurden, gab es nur eine Seifenindustrie in Nablus (Sichern) und Jaffa, die unter sehr primitiven Verhältnissen arbeitete, und mancherlei Arten von Kleinindustrie, zum Beispiel Oelpressen, verschiedene Zweige der Weberei und Wirkerei, das Teppichknüpfen, Müllereien, die Händarbeit und Tierkraft benützten. Auch in bezug auf die Zahl der Arbeiter und des ihnen bezahlten Arbeitslohnes war das Alusmaß sehr klein. Maschinen waren so gut wie unbekannt und«kamen selbst in Mehlmühlen in geringer Anzahl vor; in zwei bis drei Kleingewerben und einer Anzahl von Pflanzungen zur Bewässerung fanden sich Motoren. Heute, nach zehn Jahren jüdischer Arbeit im Lande, finden wir in Palästina nach der Zählung der Regierung von 1928: 583 Fabriken, welche Motoren verwendeten, die Zahl sämtlicher Betriebe war 3505, von denen bloß ein Drittel vor dem Kriege, zw/ei Drittel in den letzten zehn Jahren gegründet worden waren. *) Das investierte Kapital aller Unternehmungen belief sich auf 3.5 Millionen und der Wert der;Nettoproduktion 1927 auf 3,9 Millionen Pfund. Investiert waren: Kapital (Pfund) in Betrieben 1.000 bis 5.000 192 5.000 bis 50.000 80 über 50.000 9 Die größte Unternehmung war die Zementfabrik „Neseher" mit 300.000 Pfund Kapital. Es ist klar, daß dank der Epoche des wirtschaftlichen Auf- *) Wir haben die wichtigsten Tabellen der Industriezählung in den Heften 1/2 und 3, 1930, veröffentlicht. (Die Red.)'

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