Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 263 (sequence 15)
- Language
- German
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auch von diesem Standpunkte die Forderung einer Sicherung des 263 Einflusses der Gesamtheit auf die Geschäftsführung der P. E. C. sowohl eine gerechte wie im Interesse der Arbeit unbedingt notwendige Forderung darstellt. Was die Spezialaufgäbe der Finanzierung der Arbeiter¬ und Mittelstandskolonisation auf kleinen Flächen in der Orangenzone anbetrifft, so ist es keineswegs notwendig, sich etwa auf den Investment-Trust allein zu verlassen. Die Erfahrung der letzten Jahre gibt uns auch hier Fingerzeige, die vielleicht auf große Möglichkeiten deuten, wenn wir sie nur zu nutzen verstehen. Die eine dieser Möglichkeiten ist die der gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft für Kleinpflanzungen. Dieser Typus findet jetzt in der „Ansiedlung der Tausend" zum erstenmal seine Anwendung im größeren Maßstabe. Von der finanziellen Seite her betrachtet, ist er auf einer Kolonisation öffentlicher Institutionen (des Emergency Fonds, der P. E. C) und privater Investorgruppen aus England und Deutschland aufgebaut. Von dieser Seite aus betrachtet, liegt die wirklich große Bedeutung dieses Versuches für uns darin, daß es der erste Versuch ist, Arbeiterkolonisation unter Heranziehung von Privatkapital und außerhalb unserer Spendenmittel zu betreiben. Wie Sie wissen, stellt dieser Ansiedlungsplan an die Spannkraft und Ausdauer des Arbeitersiedlers sehr hohe Anforderungen. Wenn er gelingt, woran ich nicht zweifle, so eröffnen sich meiner Meinung nach gerade in dieser Kombination von privatem und nationalem Kapital große Möglichkeiten für die Arbeiterkolonisation auf der Grundlage der Pflanzung. Was heute für die Orangen möglich gewesen ist, kann morgen durchaus auch auf schwererem Boden für die Grapefruit oder die Banane möglich werden. Allerdings lehrt uns die Erfahrung mit der Ansiedlung der Tausend noch eines: so wichtig diese Versuche dezentralisierter Finanzierung der Arbeiterkolonisation sind, so notwendig sie auch mit der Einräumung sehr weiter Aufsichtsrechte an die Pflanzungsgesellschaft verbunden sind, so schädlich ist die Dezentralisation in der Ausführung des Ansiedlungsplanes selbst. Die Schaffung besonderer kolonisierender Instanzen durch jede solche Gesellschaft ist überflüssig, kostspielig und führt nur zu Reibungen und Verzögerungen. Der technische und administrative Apparat des Kolonisations-Departments der Agency ist dieser Aufgabe besser und billiger gewachsen. Eine Vereinheitlichung in der Ausführung der Siedlungspläiie bei Wahrung des berechtigten Kontrollanspruches der investierenden Partner — etwa