Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 259 (sequence 11)
- Language
- German
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60 Dunam besitzt, zu weiteren 60 zu verhelfen. Im Gegenteil ver- 259 langt das national-kolonisatorische Interesse es gerade in der Monopolzone der Orangenpflanzung, daß die Betriebsarbeit so nahe als möglich an der für den Lebensunterhalt einer selbst arbeitenden Familie notwendigen Grenze gehalten wird, also über 20 Dunam nicht hinausgeht. Was bleibt übrig, das durch diese bestehende Kreditorganisation nicht befriedigt wird? Gerade das Gebiet, das man mit besonderem Recht das Gebiet der Volkskolonisation nennen kann, der Kapitalbedarf des kleinen und mittleren Pflanzers und dessen, der mitten in der Anlage seiner Plantage Geld braucht, der Kapitalbedarf des kleineren und mittleren Industriellen, dem zu seinen privaten Mitteln Anlagekapital fehlt oder der seine Unternehmung noch durch ein kritisches Anfangsstadium hindurchsteuern muß, der Kapitalbedarf des vorstädtischen Kleinsiedlers, der Kapitalbedarf des Arbeitersiedlers, der mit Mühe und Not sein Minimum von Equipment vom Kolonisationsdepartment bekommen hat und auf weiteren wirtschaftlichen Ausbau bedacht ist. Es ist ein Kapitalbedarf, den man gerade am schwersten durch direkten Zugang der einzelnen kapitalsuchenden Institute zum allgemeinen Kapitalmarkt befriedigen kann. Ich behaupte, daß es dieser Kapitalbedarf ist, den diejenigen im Auge haben, die von einer aktiven nationalen Förderung der Privatinitative sprechen. Ich stimme mit ihnen darin überein, daß es derjenige Sektor der jüdischen Privatwirtschaft in Palästina ist, der vom Standpunkt der systematischen Förderung der Einwanderung und Ansetzung möglichst vieler werktätiger Immigranten der weitaus wichtigste ist. Schematisch gesprochen handelt es sich hier hauptsächlich um folgende konkrete Aufgaben: a) Mobilisierung: 1. der in der nationalen Kolonisation (den Siedlungen der zionistischen Organisation) festgelegten Kapitalien, soweit sie nicht als Siedlungsbeihilfen, auf deren Zurückzahlung nicht gerechnet werden kann, abgeschrieben werden. 2. der in der neuen Pflanzungswirtschaft angelegten Kapitalien, die den privaten Pflanzern das Durchhalten während der sechs ertragslosen Jahre ermöglichen soll. Dabei sollten Einzelpflanzungen nur bis 20 Dunam bevorschußt werben. b) Investition: 1. Beteiligung an jungen, kapitalschwachen industriellen