Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 251 (sequence 3)
- Language
- German
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ihrer ausschließlichen Bedeutung entkleidet und in ein größeres 251 System eingeordnet werden. Meine feste Ueberzeugung ist, daß erst, wenn man die Fonds aus einer Situation, der sie nicht zu genügen vermögen, rettet und ihnen im Rahmen eines einheitlichen Planes, der den stetigen Fortgang unserer Einwanderung und Kolonisation verbürgt, lebenswichtige Funktionen zuteilt, ihre Eingänge richtig zu wachsen beginnen werden. Aber hätten wir auch in der Tat unsere nationalen Spendenmittel planmäßig für diese Zwecke reserviert, so hätten wir noch immer nicht mehr als ein Viertel bis ein Fünftel der Investitionssummen bereit, die alljährlich in Palästina zur Verfügung stehen müssen, wenn wir eine Durchschnittswanderung von 20.000 Immigranten gesund im Wirtschaftsleben des Landes verwurzeln wollen. Auf die Frage, wie wir die fehlende Kapitalmenge mobilisieren wollen, lautet die landläufige und jetzt wieder besonders deutlich vernehmbare Losung: Durch die Förderung der privaten Initiative. Der „Individual Investor" oder die private Aktiengesellschaft werden, wenn nur Ruhe im Lande verbürgt ist und die politischen Bewegungen einigermaßen gesund sind, diese Aufgabe lösen. Daß die private Wirtschaft in diesem ersten Jahrzehnt eine große, ich will sogar sagen, überraschend große Kraft bewiesen hat, ist über jeden Zweifel erhaben. Obwohl ich immer den Gegensatz von privater Initiative und nationaler Kolonisation für eine der in der zionistischen Bewegung so beliebten künstlich zugespitzten Fiktionen gehalten habe, obwohl die Arbeiterschaft immer wieder öffentlich erklärt hat, daß sie wirkliche private Intiative in der Palästinawirtschaft begrüßt, sow7eit sie nicht nur als Vorwand zur Zurücksetzung der nationalen Kolonisation dient und nicht unter ein Minimum von Arbeitsbedingungen heruntergeht, will ich das noch einmal mit allem Nachdruck betonen. Die private Wirtschaft hat im Laufe dieser Jahre ungefähr 8000 Arbeiter in Industrie und Handwerk, eine noch größere Zahl in den Pflanzungen aufgenommen. Zusammen bilden die in der privaten Wirtschaft (Industrie und Landwirtschaft) beschäftigten Arbeiter etwa drei Viertel aller jüdischen Arbeiter im Lande. Die jüdische Investition in der palästinensischen Industrie beträgt nach dem Zensus der Exekutive 1,849.000 Pfund außer der Palestine-Electric Cy und der Palestine Potash Company. Es kann auch keine Rede davon sein, — was einmal vor ein paar Jahren Gegenstand von Erörterungen vor diesem Hause gebildet hat — daß sich der private Unternehmer dem jüdischen Arbeiter