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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Wirtschaftsberichte aus Palästina
Date
1931-05-01
Page
Seite 220 (sequence 2)
Language
German
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ihrer Maschinen. Es wurden 12.351 Tonnen exportiert, größtenteils na<sh Syrien und Cypern, während der Export im Vorjahre nur 7639 Tonnen betrug. Auch die Salzproduktion zeigt einen Aufschwung. Der Index sank um 38.6 Prozent im Vergleich zum Jahre 1922 und um 8 Prozent im Vergleich, zum Vorjahre. Die Großhandelspreise fielen um 15.4 Prozent gegenüber dem Vor* jähre. Der Import war geringer als im Vorjahre: 6,985.258 gegenüber 7,166.593 Pfund. Der Export vergrößerte sich, nämlich von 1,554.262 im Jahre 1929 auf 1,896.095 Pfund in diesem Jahre. Wie ersichtlich, ist dieser Bericht für 1930 ein relativ günstiger. Jener der Administration liegt noch nicht vor, doch wurden für 11 Monate 1930 die Einr nahmen mit 2,131.727 (otineEisenbahn^Vorjahr 2,059.792) angegeben, eine Steigerung um 71.935 Pfund. Es ist also kein Defizit vorhanden, und da außerdem noch 773.000 Pfund Ueberschuß vorhanden sind, läge keine Notwendigkeit vor, neue Steuern von problematischer Ertragsfähigkeit, wie die Einkommensteuer, einzuführen. Wenn wir die einzelnen Positionen näher ins Auge fassen, so fällt zunächst die Steigerung der Zolleinnahmen bei vermindertem Importwert auf: 1930 1929 Wert in Pfund Import von Waren . . . 8,985.258 7,166.593 Zolleinnahmen davon . . 991.560 921.511 Aber dies klärt sich auf, weil ja der Zoll von der Menge und nicht vom Werte erhoben wird, der infolge des allgemeinen Preisrückganges stark gesunken ist. Wenn wir die Einführ mengen jener Artikel, aus denen die größten Zolleinnahmen gezogen werden, vergleichen, so finden wir 1930 1929 Benzin (Millionen Liter) . . . 16.3 13.9 Zucker (Millionen Kilogramm) 1.07 0.9 Baumwollwaren (Tonnen) . . 2.502 1.822 Bauholz (Kubikmeter) . . . 40.800 39.800 Der Bedarf der gestiegenen Bevölkerung hat also zugenommen und der Fall der Preise für Importwaren ist für den Konsum ein günstiger Faktor. Allerdings wirkt sich die Zollbelastung aus diesem Grunde viel schwerer aus. Die Steigerung des Exportes gegenüber 1929 (Ziffern siehe unter „Nachrichten und Daten": „Außenhandel") dem Werte nach um 342.000 Pfund oder 20 Prozent (trotz gesunkener Preise) ist vor allem dem Umstand zuzuschreiben, daß die Nachwirkung des Mißernte jähr es 1928 im Jahre 1929 noch zu spüren war und sich die Ausfuhr von Agrarprodukten im Jahre 1930 gegen 1929 hob, insbesondere macht das Plus bei Orangen allein 341.000 Pfund aus — allerdings deckt sich dabei nicht Erntejahr mit Exportjahr. 1930 wurden 2,857.041 Kisten exportiert gegen 1,722.078 im Jahre 1929 zu guten Preisen. Davon gingen nach Deutschland 497,000 gegen 244.995 im Jahre 1929. Deutschland steht bereits an zweiter Stelle unter den Bezugsländern für die Jaffa-Orange. Größere Ausfuhrmengen als 1929 zeigten sich auch bei Gerste und Durrah. Das Jahr 1930 weist infolge dieser günstigen Gestaltung des Außenhandels einen Rückgang seines Passivsaldos gegen 1929 von 5.6 auf 5.1 Millionen Pfund auf, für 1931 ist ein weiterer Rückgang sicher zu erwarten, einerseits weil die gesunkene Konsumkraft und die anhaltend sinkende Preistendenz sich beim

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