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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 208

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Das reichsdeutsche christliche Element in Palästina
Date
1931-05-01
Page
Seite 208 (sequence 14)
Language
German
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Außerdem gibt es noch etwa 25 deutsche und österreichische Missionäre und Schwestern, die in ausländischen Klöstern und Anstalten Palästinas tätig sind. Dagegen sind alle Versuche, katholische deutsche Familien anzusiedeln bisher fehlgeschlagen.17) Die Frage der Einführung .einer Einkommensteuer. (Eine Abhandlung von Heinrich Margulies, Jaffa.) In Nummer 14 von „Palestine and Near East" ist eine ausführliche, mit zahlreichem Material belegte Abhandlung unseres geschätzten Mitarbeiters Heinrich Margulies, Jaffa, enthalten. Wir können wegen Raummangels den Gedankengang nur in Umrissen wiedergeben. Der Autor bestreitet zunächst, daß die Regierung genötigt wäre, sich neue Einnahmsquellen zu erschließen. Die Entwicklung der Einnahmen war eine stets steigende, im Unruhjahre 1929 waren sie sogar die höchsten seit der Okkupation, 2,679.367 Pfund (ohne Subsidien). Das Jahr 1930 begann mit einem Ueberschußvortrag von 773.170 Pffund, daher sind also die seinerzeitigen Befürchtungen Lukes, daß wegen des für das laufende Jahr erwarteten Ausfalls von 72.500 Pfund (Zinsenentgang auf inzwischen verwendete Änleihereste 50.000 Pfund und erste Tilgungsrate 22.500 Pfund) das Budget erheblich tangiert werden könnte, gegenstandslos geworden. Für 1930 liegen die Ergebnisse der ersten elf Monate vor, sie zeigen ein Plus von 71.935 Pfund gegen das Vorjahr, was vor allem den Mehreinnahmen an Zöllen zu verdanken ist. (Inzwischen ist der Bericht des Zolldepartments für 1930 erschienen. Die Zölle brachten 1930 991.560 Pfund ein, ein Rekord gegen die früheren Jahre, trotz der Abnähme des Einfuhrwertes um 300.000 Pfund gegen 1929. Die Red.) Lizenzen und Taxen zeigen einen kleinen Rückgang. Es ist aber zu bemerken, daß es vor allem die Landwirtschaftssteuern sind, deren Einnahme zurückgeht, was durch die Ermäßigung des Oschers und den Pyeisfall der Agrarprodukte verursacht ist. Jedesfalls wird das aber wettgemacht werden durch die Steigerung der Abgabe von Orangenpflanzungen, von denfen immer mehr ins Reifestadium gelangen. Was die Ausgaben betrifft, so betrugen sie Ende November 1930 nur um 9162 Pfund weniger als die Einnahmen zu diesem Zeitpunkt. Auf zwölf Monate gerechnet finden wir gegen 1929 eine Zunahme der Ausgaben bei Verwaltung von 11.000 Pf Und, bei Wohlfahrtsdepartments 69.000 Pfund (14.2 Prozent), öffentliche Sicherheit 142.000 Pfund, Verschiedenes 42.000 Pfund, Investitionen 71.000 Pfund, zusammen rund 350.000 Pfund. Diese enorme Zunahme der Ausgaben ist zu rechtfertigen, da sie durch gesteigerte Einnahmen gedeckt wird. Aber wenn Steigerungen der Ausgaben vorgenommen werden sollten, die dann zur Rechtfertigung der Einführung neuer Steuern dienen sollen, welche die wirtschaftliche Entwicklung hemmen würden, so 17) Vergl. P. Ernst Schmitz: „Das katholische Deutschtum in Palästina", Freiburg, 1913. „Das Heilige Land", Organ des Vereines vom Heiligen Land.

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