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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 194

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Die Ein- und Auswanderung im Jahre 1930
Date
1931-05-01
Page
Seite 194 (sequence 7)
Language
German
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städtischen Arbeitern waren (außer den 125 ungelernten) 51 Holz-, 40 Bau-> 40 Bekleidungsarbeiter usw. Es ist daher klar, daß die Auswanderung Palästina gelernte Arbeiter verschiedener Fächer entzog. Eines der wesentlichsten Merkmale der Einwanderung, und zwar der definitiven Einwanderung, bei der nicht an Rückkehr gedacht wird, sondern an endgültige Festsetzung im Lande, ist der Anteil der i Frauen und Kinder bei den Einwanderern. Jene Einwanderer, welche fü* eine bestimmte Zeit kommen oder wegen Prüfung der La^e nach einer" Möglichkeit der Niederlassung, fahren stets ohne Familie. Daß der Wanderer Frauen und Kinder mit sich nimmt, ist ein klares Zeichen dafür, daß er die Bande, djie ihn mit seinem früheren Aufenthalte verknüpften, endgültig löst oder zu lösen bestrebt ist. Auch die alleinstehende Frau verknüpft natürlich ihr Los endgültig mit der neuen Heimat. In dieser Hinsicht zeigt sich bei der jüdischen Nachkriegs Wanderung stets ein großer Prozentsatz von Frauen und Kindern. Jedoch 1930 hat der politische und wirtschaftliche Rückschlag auch in dieser Richtung die jüdische Einwanderung beeinflußt. Unter 4250 jüngeren Einwanderern finden wir 1700 weib* liehe oder 40 Prozent. In den früheren Jahren war der Anteil der Frauen noch größer und betrug zum Beispiel 1922—1928 45 Prozent. Aus dieser Aenderung ist vor allem der Ein'fluß der Art der Verteilung der Zertifikate zu sehen. Tatsächlich waren unter den Zertifikatisten, außer den von ihnen anhängigen Familienmitgliedern, 418 Frauen auf 2088 Männer, also 16 Prozent. Diese unproportionelle Verteilung bei den jugendlichen Einwanderern nach dem Geschlecht ist ein Unrecht gegen die jüdische Frau. Was die Zahl der Familienväter anlangt, war ihr Anteil untar den Einwanderern nicht nur an sich nicht klein, sondern auch in beträchtlichem Maße gewachsen. Er betrug 18 Prozent gegen 14 in 1927/28 und 16 in 1929. Dagegen verkleinerte sich der Prozentsatz der Kinder sehr. Unter 4944 Einwanderern waren 694 oder 14 Prozent Kinder, gegen 24 Pirozent in den Jahren 1922/28. Bezüglich der Herkunftsländer der Einwanderer zählen wir bei den Juden 41 Länder, bei den Christen 43 unkl bei den Mtoslem 10^ Die Internationalität der Aljah ist somit nicht nur typisch für ^die Juden, sondern auch für die Christen. Bei den Juden stehen an der Spitze Polen (2417), Jemen (425), Rußland (420), Rumänien (313), Vereinigte Staaten (216), Deutschland (138), Litauen (123). Bei den Christen stehen an der Spitze: Vereinigte Staaten (554), Syrien (171), Aegypten (113), Deutschland (105), Italien (73). Bei den Moslem: Syrien (94), und Aegypten (83). Die jüdische Auswanderung, die ja zum großen Teil aus palästinensischen Staatsbürgern und lange Ansässigen besteht, richtet sich nicht nach jenen Ländern der Gallith, aus denen die Einwanderer kamen, sondern nach anderen Wandetfungsländern. Von 1679 Auswanderern wandten sich 520 nach den Vereinigten Staaten, 469 nach Mittel- und Südamerika, 194 nach Polen, 128 nach Südafrika. All diese Zahlen zeigen, daß zu der uns wichtigsten Frage der Einwanderung die schwere der Auswanderung hinzukommt, die ohne jede Hilfe und Unterstützung vor sich geht und ohne daß irgendeine eingehende Untersuchung angestellt wird, um die Mittel aufzuzeigen, sie zu verhindern und ihr entgegenzutreten oder wenigstens den Auswanderern ein wenig den Sehmerz*, das Land verlassen zu müssen, zu erleichtern. Die Regierungszahlen für die Ein- und Auswanderung der letzten neun Jahre sind:

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