Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Die Ein- und Auswanderung im Jahre 1930
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 191 (sequence 4)
- Language
- German
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Zahlen der jüdischen Eim- und Auswanderung, verteilt auf vier Monatsperioden, beginnend vom September 1929, so erhält man folgendes Bild: September bis Dezember 1929 . 2826 632 2194 543 Jänner bis April 1930 .... 2568 739 1829 457 1370 595 775 194 September bis Dezember . . . . 1006 345 661 165 Aus den abnehmenden Ziffern geht klar die einschränkende Wirkung der Geldnot der nationalen Fonds, des Mangels an Vertrauen im Lande und der Erschütterung der Galuth auf die Aljah (Einwanderung) hervor. Wenn auch die jüdische Auswanderung in der letzten Periode zurückging, (in der Hauptsache vielleicht wegen der Einwanderungsbeschrärikungen in der ganzen Welt), so war die Verminderung der Einwanderung viel größer und viel ständiger, was bewirkte, daß der Ueberschuß der Einwanderung über die Auswanderung von 546 Köpfen pro Monat in der ersten Epoche auif 165 in den Monaten der letzten fiel. Insbesondere macht sich die Aenderung ab 1. Mai 1930 fühlbar und im Jänner 1931 war die Zahl der jüdischen Einwanderer bloß 150, inklusive der Touristen, welche die Erlaubnis erhielten, im Lande zu bleiben. Diese Ziffer ist die kleinste der letzten 30 Monate. Der Zustand bei den Nichtjuden ist nicht derselbe bei Christen und Moslem. Für letztere war Palästina immer ein Land der Auswanderung, natürlich nicht einer großen, aber doch überstieg, wenn auch in begnenztem Umfang, die Auswanderung immer die Einwanderung. Auch in diesem Jahr standen trotz der Einwanderungsbeschränkungen in den verschiedenen Ländern 185 moslemischen Einwanderern 526 Auswanderer dieses Glaubens gegenüber. Nach 1927, in welchem Jahre 1094 Moslems das Land verließen, gab es noch kein Jahr, wo die moslemische Auswanderung so hoch gewesen wäre. Was die Christen betrifft, so sehen wir kleine Unterschiede, welche auch genügend erklärbar sind. Nachdem während 1925—1927 ein beträchtlicher Ueberschuß der Auswanderung über die Einwanderung war, zeigt 1928 eine Aenderung. und zwar einen Ueberschuß der Einwanderer über die Auswanderer von 163 Köpfen, 1929: 325, 1930: 498. Diese Vergrößerung der Einwanderung geht vor allem auf Rechnung der britischen Gendarmerie, welche die Regierung ins Land rief, ferner auf Regierung- und Konsularbeamte mit Familie und dergleichen, die alle nicht von den gesetzlichen Einwanderungsbestimmungen betroffen werden. Die Zahl der Seelen nach dieser Klasse betrug 1930 : 499 und von diesen war kein einziger Jude oder Moslem, alle waren Christen, die auf eine bestimmte Zahl von Jahren verpflichtet waren, aber in der Statistik als Einwanderer gezählt wurden. Interessant ist auch das Verhältnis der Rückkehrer. Um diese Frage zu klären, müssen wir den Fehler der letzten Jahre verbessern, der bei Feststellung der Verhältniszahl durch Zusammenfassung in einer Post der Zahlen der zurückkehrenden Einwanderer und der wirklichen Auswanderer, das heißt Personen, die im Lande schon ansässig gewesen waren, geschah. Dadurch vergrößerte sich künstlich der Prozentsatz der Rückkehrer. Dieser (taux de Retour) ist das Verhältnis zwischen der Zahl der Immigranten und der das Land verlassenden, vorher Eingewanderten. Leider wird bei der Verwaltung seit 1930 keine besondere Klasse aufgestellt für jene Auswanderer, welche Eingewanderte gewesen waren. Es wird bloß die Staatsbürgerschaft (palä-