Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Die Frage der zukünftigen Rentabilität des Orangenbaues
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 138 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379895-2392988--11878-2393211- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fähig, obwohl noch reichlich Platz für einte Verbesserung der Absatzorganisation ist. Die Risken aus Pflanzenkraitfkheiten sind verhältnismäßig gering. Das heißt also: Die Investition ist leine sichere, aber die Verzinsung läßt auf sich warten und steigt auch nur langsam. Es besteht allerdings jederzeit eine Chance auf höhere Gewinne, der kein ebensolches Verlustrisiko entgegensteht. Die Verwaltung wird allgemein auf anderthalb bis zwei Pfund pro Dunam veranschlagt, der selbstarbeitende Pflanzer ikann also nur bei größeren Flächen mit einem entsprechenden Einkommen aus der Verwaltung rechnen; bei kleinen Flächen hat er je nach seiner Fachkenntnis und seinem Fleiß ein Arbeitseinkommen, das zwischen 50 und 100 Pfund pro Jahr, auch nach Alter der Anlage verschieden, schwankt. Nachbemerkung der Redaktion. Ein anderer Pflanzer aus Benjaminah, Herr Walter Schwarz, hat kürzlich die Kosten von 100 Dunam Orangenpflanzung mit 6500 Pfund angegeben, und den Kapitalbedarf bei fixer Auftragserteilung wie folgt spezifiziert: Das Gesamtkapital von 6500 Pfund zur Anlage von 100 Dunam Orangenpflanzung hat im Verlaufe von fünf Jahren in folgenden Jahresraten mobil gemacht zu werden: £ i Bodenkauf, Bewässerungsanlage, Pflanzung 2.800 43% \ Bearbeitungsspesen für das 1. Jahr 1.300 20% „ „ „ 2. „ 800 12% „ „ „ 3. „ 800 12% „ „ „ 4. „ 800 12% „ „ „ 5. „ 6.500 Von den oben angeführten Jahresraten sind au$er der ersten Rate alle am 1. März jedes Jahres in einem palästinensischen Bankinstitut bereitzustellen. Von der ersten Jahresrate sinjd 500 PfunJd Jfer den Bodenkauf sofort, 1500 Pfund Anlagespesen und 800 Pfund Bearbeitungsspesen erst im Verlauf der Arbeiten im ersten Jahr bereitzustellen. ARBEITERBEWEGUNG. Von Dr. Arjeh Tartakower, Lodz 1. Die Arbeiterschaft und die Asefat Ilanivcliarim. Der entscheidende Sieg der jüdischen Arbeiterschaft bei den letztens vorgekommenen Wahlen zur zweiten jüdischen Nationalversammlung (Asefat Hanivcharim) Palästinas (auf die Gesamtzahl der 71 Mandate errang die Arbeiterschaft zusammen 38 Sitze, darunter je ein Mandat aus der Liste des Haschomer Hazair, sowie der beiden Gruppierungen der linken Poale- Zion), stellte sie vor eine ziemlich delikate und verantwortungsvolle Aufgabe- Es wurde bald nach dem Auvsgang der Wahlen klar, daß es der Arbeiterschaft, wenn sie sich darauf versteifen würde, ohne weiteres gelingen wird, alle ihre Vorschläge und Forderungen mit Stimmenmehrheit durchzuführen und alle anderen Gruppierungen einfach zu majorisieren. Die Arbeiterschaft