Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 135

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Jewish Agency. Von Dr. Robert Weltsch, Berlin.
Date
1931-03-01
Page
Seite 135 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379892-2379895-2392987--11873-2393208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Schulden, sowie der Umgestaltung der Finanzpolitik auf der Tagesordnung stehen. Bei diesen Tagungen wird auch die Frage des organisatorischen Aufbaues der A g e c y wieder zur Debatte stehen. Trotz der heftigen Kritik, die von vielen Seiten an der Agency geübt wird, ist doch nicht anzunehmen, daß wesentliche Veränderungen erfolgen werden. Der revisionistische Flügel der zionistischen Organisation droht freilich mit dem Austritt aus der Organisation, doch macht ert seine Entscheidung mehr von politischen Maßv nahmen (Proklamierung des Judenstaates als Ziel der Politik), als von organisatorischen abhängig. Auch die Führerfrage harrt noch ihrer Lösung, da Dr. Weizmann, der nach dem Weißbuch demissioniert hat, nicht wieder kandidieren wird. Die Lösung dieser Frage liegt aber heute noch vollständig im Dunkeln. (Abgeschlossen 12. März 1931.) WIRTSCHAFT, Von Agr. Victor Kellner, Benjamina, Die Frage der zukünftigen Rentabilität des Orangenbaues. Schon vor vier und vor drei Jahnen vtfutrd'e in dieser Zeitschrift wiederholt über die Zukunit der O^angenpreise geschrieben. Ich zitiere aus verschiedenen Artikeln: „Nach sechs Jahren sinid (für einen Dunam Pardess 130 bis 150 Pfund zu erzielen. .." J) „Selbst wenn wir in England 12 Shilling erzielten, kämen wir bei einem Unkostensatz von 7 Shilling pro Kiste2) auf einen Erlös von 5 Shilling am Baum, mit dem wir oben kalkuliert und eine Rente von 18 bis 30''Pfund per Dtunam {errechnet haben. Aber wir brauchen nicht so schwarz zu sehen und dürfen hoffen und erwarten.. ." 3) „So ist das zehnfache Oantum von dem, was wir heute haben, nicht groß genug, um selbst die heutigen Preise wesentlich zu beeinflussen", und an einer dritten Stelle, wo die Redaktion bemerkt, daß der Autor von sehr niedrigen und vorsichtigen Schätzungen ausgeht, werden 13 bis 20 Pfund Reinertrag pro Dunam errechnet, wovon n,oeh die Steuer abzuziehen ist4) Ich gebe alle diese Ansichten ohne Kritik wieder, möchte nur bemerken, daß heute für einen sechsjährigen Pardess beim Verkauf nicht 130 bis 150 Pfunctf pro Dunam erzielt werden, sondern nur mehr etwa 90 Pfund. Zu einer Rentabilitätsberechnung benötigen wir folgende Daten: 1. Anlagekosten, 2. Produktionskosten, 3. Bruttoertrag, 4. Preis am Baum (alles pro bisherigen Dunam von 916 Quadratmeter). x) Vergl. W. Brünn, Mittelstandkolonisation, Ztschr. „Palästina'"' 1927, S. 407 2) Orangen werden nach Kisten (einheitlicher Größe) gehandelt. Ebenso wird der Ertrag pro Dunam in Kisten exportfähiger Früchte angegeben, wobei eine Kiste 150 Früchte bedeutet, obwohl je nach Größe der Früchte SO bis 220 Früchte in gleich große Kisten gepackt werden. „Am Baum" bedeutet nach Abzug der Kosten von "Pflücken, Verpacken und Versenden bis zur Auktion, resp. zum Importeur (7 bis 8 Shilling). 3) A. a. O. 'S. 409. 4 Vergl. A. G. Goldvater, Citrus-Knltur, Ztschr. „Palästina" 1928, S. 249.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.