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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 128

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Binnenwanderung in Palästina
Date
1931-03-01
Page
Seite 128 (sequence 4)
Language
German
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Auch im folgenden Jahre lagen die Wanderungstendenzen in gleicher Richtung. Das ändert sich jedoch im Jahre 1927/28. Jerusalem hat seinen Sättigungsgrad erreicht und die Abwanderung von Tel-Aviv ist fast verschwunden. Der Anziehungspunkt für die Wanderung beginnt Haifa zu .werden. Der Beginn des Hafenbaues zieht nicht nur Handwerker dorthin, sondern auch eine Reihe von Kaufleuten, die die Zukunft diskontieren, die dieser Platz verspricht. Inzwischen hat sich auch Tel-Aviv von der Uebervölkerung erholt, die von den Immigranten des Jahres 1925 erweiterte Wirtschaftsbasis ist tragbar geworden und gibt einer vermehrten Zahl von Arbeitern Unterhalt. Von Interesse ist die Wanderung von und zu den Kleinstädten Tiberias und Safed. Sie sind durch die Entwicklung des Verkehrswesens, durch den Bau guter Autostraßen ihrer Funktion im Wirtschaftsleben des Landes beraubt und es setzt eine Kleinstadtflucht ein. Jede gegensätzliche Bewegung muß daher spezielle Ursachen haben, so erklärt sich der Zuwachs Tiberias* 1925/26 durch öffentliche Arbeiten der Regierung, der sich nach deren Beendigung in das Gegenteil umwandelt. Während des Jahres 1927/28 finden wir einen einmaligen Zuwachs in Safed. Ein Nachforschen ergab, daß Chauffeure, die auf der Strecke Haifa—Safed tätig sind, wegen ides günstigen Klimas und der niedrigeren Lebenskosten mit ihren Familien dorthin übersiedelten. Die Summen, um die es sich hier handelt, sind sehr gering. Doch ergibt sich aus ihnen das Bild einer erstaunlichen Gesetzmäßigkeit >und deshalb können wir es wie einen mikroskopischen Ausschnitt, - als pars pro toto, betrachten. Für den praktischen Volkswirt im Lande mag es von ebensolchem Werte sein, als eine amtliche Erhebung der Binnenwanderung mit genauen Zahlen, wobei freilich die Kleinheit des Landes mitspielt. Wir hoffen, daß, angeregt durch diesen Versuch, auch andere Institutionen ihr Zahlenmaterial in ähnlicher Weise verwerten werden, um so einen genaueren Einblick in wichtige Entwicklungen innerhalb der Wirtschaft zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Viehversicherung 1929/30. (Das zwölfte Jahr der Tätigkeit der „Hachaklaith" -Viehversicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit.) Von Tierarzt Dr. Gustav Rosen, Tiberias. Wir haben den Bericht des Autors über das Jahr 1928/29 in Nr, 7/9, 1930, gebracht. — Die Red. Der Wirkungskreis der Gesellschaft erstreckt sich iauf Ober- und Nieder- Galiläa, das Jesreeltal und Judäa. In diesem Jahre wurden weitere Fortschritte in Judäa gemacht, besonders in der Steharo/n/-Ebene und der Gegend von Jerusalem. Die Anzahl der angegliederten Siedlungen ist 71, mit 1441 Mitgliedern. Es waren in diesem Jahre 5092 Tiere versichert im Werte von 142.389 palästinensischen Pfund, was eine Erhöhung gegen das Vorjahr um 24.5 Prozent des Wertes ausmacht. Die durchschnittliche Erhöhung pro Jahr während der zwölf Jahre des Bestandes beträgt 17.6 Prozent des Wertes.

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