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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 120

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Die öffentlichen Finanzen Palästinas, Transjordaniens, Syriens und des Irak
Date
1931-03-01
Page
Seite 120 (sequence 9)
Language
German
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treffenden vier Ländern voneinander unterscheiden, ergibt sich ein bedeutender Unterschied, wenn wir diese Ausgaben per Kopf berechnen. Es ergibt sich, daß die Ausgaben per Kopf in Palästina fast, zweimal so hoch sind als in jedem der benachbarten Länder für diese Post. Ebenso interessant ist es, die Ausgaben nach der Zahl der Schüler zu prüfen. Dabei müssen wir bedenken, daß die jüdische Erziehung in Palästina autonom ist und daß die Regiemngssdhu!ie.n nur für moslemitische und christliche Schüler sorgen. 1929 war die Zahl der Schüler in den Regierungsschulen 21.877, das sind 28.8 auf tausend Einwohner. Die Schulen Trans jordaniens hatten zur gleichen Zeit 4417 Schüler, das sind 14.8 auf tausend Einwohner, die in Irak 29.409, das sind 9.8 per Tausend, und in Syrien 56.462, das sind 19.4 per Tausend. So nimmt in bezug auf Erziehung Palästina den ersten Platz ein. Die Zahl der Studenten der Regierungsschulen (im Verhältnis zur Bevölkerung) Palästinas übersteigt jene vqn Irak um 200 Prozent, von Transjordanien um 100 und jene Syriens um 50 Prozent. 3. Gesundheitswesen. Die perzentuellen Ausgaben für Gesundheitswesen in Palästina sind gegenüber den anderen vier Ländern die größten). Die weite Ausdehnung der Regierungstätigkeit in bezug auf das Gesundheitswesen wird noch deutlicher vor Augen geführt, wenn wir die Ausgaben per Kopf berechnen. Auch hier müssen wir uns des Umstandes erinnern, daß die Arbeit der Regierung im Gesundheitsdienst fast aussdhließlich dem nichtjüdischen Teil der Bevölkerung zugute kommt. Nur ungefähr 5 Prozent der Patienten der Regierungsspitäler sind Juden — der Rest Mjoslems und Christen. Andererseits müssen wir in Betracht ziehen, daß die verschiedenen Gesundheitseinrichtungen der Juden auch im Dienste der arabischen Bevölkerung stehen. Trotz fortwährender Forderungen nach entsprechenden Beiträgen, die von der jüdischen Gesundheitsorganisation erhoben worden sind, wurden solche von der Regierung nicht gewährt. Daher müssen wir, wenn wir die genaue Ziffer der Regierungsausgaben für Gesundheitswesen pro Kopf rechnen, nur dLe arabische Bevölkerung in Anrechnung bringen, als jenfsn Teil der Bevölkerung, dem der Gesundheitsdienst der Regierung zugute kommt. Wenn wir so eine Kalkulation aufstellen, sehen wir, daß die Ausgaben der palästinensischen Regierung für Gesundheitswesen durchschnittlich 0.145 Pfund per Kopf betragen — ein Betrag, der jenen von Transjordanien oder Syrien um 350 Prozent übersteigt, und am 240 Prozent jenen von Irak. So ist auch auf dem Gebiete des Gesundheitswesens klar gemacht, daß die jüdische Einwanderung von segensreichster Wirkung für die Bewohner des Landes war, indem sie einen ausgedehnten Gesundheitsdienst ermöglicht hat. Was wir hingegen auf der anderen Seite sehen, ist, daß gerade diesem Teil der Bevölkerung, der durch Bereicherung des Staatsschatzes eine so ausgedehnte Tätigkeit ermöglicht, eine Unterstützung für seine eigene Gesundheitsorganisation verweigert wird, obzwar es selbstverständlich gerade diese ist, die der 'Regierung die Notwendigkeit durch ihre eigenen Gesundheitseinrichtungen ein Viertel der Bevölkerung zu versorgen, erspart. 4. Landwirtschaft. Auf diesem Gebiete nimmt die Regierung von Irak, die ausgedehnte und wkfhtige Arbeiten unternimmt, den ersten Platz ein. Die größte Ausgabe des Landwirtschaftlichen Departments ist die für Bewässerung. Es werden Dämme und Deiche errichtet, die Bewässerung beaufsichtigt, landwirtschaftliche Anleitung und Unterstützung gegeben. Deninoch, vergleichen

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