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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 117

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Die öffentlichen Finanzen Palästinas, Transjordaniens, Syriens und des Irak
Date
1931-03-01
Page
Seite 117 (sequence 6)
Language
German
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offiziellen Quellen stammen — von dem berüchtigten Märchen, daß die Errichtung des Jüdischen Nationalheims mit großen finanziellen Belastungen für den britischen Staatsschatz verbunden sei, übrig? Ist nicht klar aus obigem zu ersehen, daß die Kosten des Mandatsgebietes von Palästina für den britischen Staatsschatz nur einen lächerlichen Betrag darstellen, im Vergleich zu dem von Irak oder Transjordanien, in denen, im Gegensatz zu Palästina, eine jüdische Kolonisation nicht in Frage kommt? Es ist hier nicht der Ort bei den kolonialen Interessen und Bestrebungen zu verweilen, die die Regierungen von England und Frankreich veranlassen, Geld zur Erhaltung von Truppen in den Mandatsgebieten zu verausgaben. Es ist jedoch außer Zweifel, daß dieser Kos tqriauf wand zur Stärkung der Stellung im Nahen Osten nur veranlaßt ist durch wichtige strategische und politische Gründe. Was aus obigen Ziffern klar hervorgeht, ist, daß die britische Regierung infolge der jüdischen Einwanderung, die die Volkswirtschaft Palästinas bereicherte und sie auf einen Stand der finanziellen Selbsterhaltung brachte, in; der Lage war, in diesem Lande eine wichtige politische und strategische Position aufrechtzuerhalten, ohne gleichzeitig für deren Erhaltung irgend etwas auszugeben, was gleichkäme den in Irak oder von der französischen Regierung in Syrien angewendeten Beträgen. Zusammenfassend können wir sagen, daß, beurteilt sowohl nach der Einnahme per Kopf, dem Wachsen der Einnahmen im Laufe der letzten Jahre, der budgetären Lage, als auch der Geringfügigkeit der Ausgaben der Mandatsmacht, die Wirtschaft Palästinas ein Beispiel geliefert hat, das in bezug auf Wohlstand, Unternehmungen und ununterbrochener Entwicklung einzig ist im Vergleich zu den Volkswirtschaften der benachbarten Länder. II. Aus dem ersten Abschnitt, ging klar hervor, daß die öffentlichen Finanzen Palästinas durch die Höhe ihrer Einnahmen von denen in anderen Ländern wie Transjordanien, Syrien und Irak unterscheidet. Daraus resultiert selbstverständlich, daß sich dieser Umstand auch in einem höheren Niveau der Ausgaben und einer erweiterten Tätigkeit der Regierung ausdrückt. Der Gesamtbetrag der Regierungsausgaben in Palästina war 1929: 2,140.032 Pfund, das sind 2.32 Pfund per Kopf; in Transjordanien 339.470 Pfund, das sind 1.13 Pfund per Kopf; in Irak 4,499.325 Pfund (599.01 Lakhs of Rupees) oder ungefähr 1.50 Pfund per Kopf; in Syrien 4,351.401 Pfund (L. L. S. 26,978.688) oder ungefähr 1.50 Pfund per Kopf. Wir ersehen daraus, daß der für die Bewohner Palästinas von der Regierung aufgewendete Betrag um 105 Prozent höher ist, als der entsprechende in Transjordanien, wenn die bedeutenden Subsidien, die Transjordanien vom britischen Staatsschatz erhält, eingerechnet werden, er ist um 55 Priozent Jhöher als der dementsprechende von den Regierungen für Syrien und Irak aufgewendete. Die jüdische Einwanderung, die die Einnahmen der Regierung über jene der benachbarten Mandatsländern gebracht hat, ist die unmittelbare Ursache für die bessere und reichere Bereitstellung von Diensten der Regiejrung zum Nutzen der palästinensischen Bevölkerung. Es ist lehrreich, die detaillierten Zahlen der wichtigsten Ausgabeposten der vier Länder zu analysieren. Diese vergleichende Tabelle, die viele Tatsachen aufklärt und verschiedene Schlüsse ziehen läßt, geben wir nachstehend.

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