Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Die öffentlichen Finanzen Palästinas, Transjordaniens, Syriens und des Irak
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 116 (sequence 5)
- Language
- German
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rechnungskurs wunde der Durchschnitt von jedeni der betreffenden Jahre errechnet. (Nach: „The Process of Inflation in France" von Prof. Rogers.) Obige Tabelle gibt Anlaß für einige? intere/ssante Schlußfolgerungen. Zunächst sehen wir, daß die gesamten Ausgaben Englands für Palästina und Transjordanien zusammen für die Jahre 1921—23 dreieinhalbmal geringer sind, als die betreffenden französischen Ausgaben in Syrien. Während unserer zweiten Periode 1923—rl929 betrugen die britischen Ausgaben in Palästina und Trans Jordanien 3,718.655 Pfund. Gleichzeitig wurden aber 1 Million Pfund für das aus der Zeit der Okkupation, von den militärischen Behörden überlassenen Eigentum rückgezahlt. Wenn wir diese Million abziehen erhalten wir die Zahl von 2,718i.655, die den tatsächlichen Ausgaben Großbritaniens entspricht, die sechsmal kleiner ist als die entsprechende der von Großbritanien in Irak erfolgten Ausgabe, und dreieinhalbmal geringer als die Ausgaben Frankreichs für Syrien im selben Zeitabschnitt. Es wäre interessant, die britischen Ausgaben in Palästina allein, ohne Transjordanien zu schätzen. Es ist schwer, genaue Ziffern in dieser Beziehung zu erhalten, solange n>icht getrennte Rechnungsabschlüsse für jedes; dieser Länder veröffentlicht werden. Nichtsdestoweniger ist es möglich, eine Ziffer zu ermitteln, die nicht allzuweit von der tatsächlichen entfernt zu sein scheint. Wie oben erwähnt, ist der Beitrag von 3,718.655 Pfund aus folgenden Posten zusammengesetzt: 557.145 Pfund für Subsidien an Palästina, 574.184 für Subsidien an Transjordanien und 2,5.67.326 Pfund für Kosten der britischen Gendarmerie in Palästina und Transjordanien. Wir können mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß der Anteil Trans jordaniens an der letztgenannten Post nicht weniger als ein Drittel war — 850.000 Pfund gegenüber 1,700.000 als Anteil Palästinas selbst. Mit den britischen Subsidien zusammen Würde der Gesamtanteil Palästinas 2,277.145 Pfund erreichen. Hievon die 1 Million Pfund in Abzug gebracht, die von Palästina für das britische Militäreigentum bezahlt wurde, kommen wir zu dem Schluß, daß die Kosten des Mandatsgebietes Palästina, die dem britischen Staatsschatz erwuchsen, nicht 1,277.145 Pfund überstiegen haben können. Die korrespondierenden Ausgaben des britischen Staatsschatzes für Transjordanien waren ungefähr 1,400.000 und für Irak 21,182.172. Es ist auch notwendig zu erwähnen, daß obige Ziffern die gesamten Kosten der militärischen und Lufttruppen enthalten und nicht die Mehrkosten ihrer Stationierung in Palästina anstatt in Großbritannien. Erst seit 1929 wurden Rechnungen für solche Mehrkosten eingeführt. In diesem Zusammenhang ist es lehrreich, den Stand der Angelegenheiten im Jahre 1929 zu beachten. Die britischen Subsidien an die palästinensische Regierung bestanden in dem lächerlichen Betrag von 24.523 Pfund, der nicht einmal als entsprechende Kompensation für die bedeutenden Kosten der Grenzmacht angesehen werden kann, die, obzwar sie von Palästina erhalten wird, in Trans jordanien verwendet wird. Im selben Jahre zahlte Palästina an den britischen Staatsschatz die Mehrkosten, die für die Erhaltung der britischen Truppen in Palästina gegenüber der Stationierung in Großbritannien erwachsen. Im Gegensatz dazu, bekam Trainsjordanien von Großbritannien Subsidien in der Höhe von 61,012 Pfund und zahlte überhaupt nichts für die Erhaltung der britischen Truppen im Lande. Im selben Jahr betrugen die britischen Ausgaben in Irak 617.053 Pfund und Frankreich in Syrien 2,158.000. Was bleibt nach all den angegebenen Feststellungen und Ziffern — die aus