Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Bodenkauf, Pächterschutz und Siedlungsdichte in Palästina
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 94 (sequence 14)
- Language
- German
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stenz war von der Rücksichtslosigkeit der wirklichen Bodenbesitzer abhängig, die ihrerseits wiederum gar nicht direkt mit den Bearbeitern des Bodens in Verbindung standen. Vielmehr standen oft zwei bis drei Pächterunternehmer dazwischen und für diese und die Bodenbesitzer mußte die arme Bevölkerung sich abplagen- TABELLE 2. Bevölkerungsdichte in den Dörfern des Emek-Jesreel, die in jüdischen Besitz übergingen. Name des Dorfes Fläche in Dunam (1000 qm) Bevölkerungszahl Bevölk Kopfzahl pro qm erungsdichte Zahl der Dunam pro Kopf der Bevölkerg. Gidro 37.926 207 5 183.22 Kfar-Atta 9214 400 43 23.03 Meg'del 9845 88 8 111.87 Charbadj 4984 117 23 42.59 Scheich-Abrek 9013 111 12 81.20 Tahem 9309 151 16 61.65 Varakani 3584 62 17 57.80 G'hatta 9877 318 32 31.00 Kirefes 8173 39 5 209.56 Afule 14.879 563 37 26.42 G'edda 8261 327 39 25.26 Tel-Schamam 9000 71 8 126.76 Abu-Schusche 4820 12 2 401.66 Schunem 11.452 370 32 30.95 4. Wenn wir drei gebirgige Bezirke, die in ihren natürlichen Bedingungen einigermaßen homogen sind, Jerusalem, Sichern und Hebron, vergleichen, sehen wir, daß, während im Bezirk Jerusalem noch eine Bevölkerungsdichte von etwa 75 Seelen pro Quadratkilometer besteht, auf Sichern — nach Abzug der Wüstenbezirke — nur 37 Seelen und auf Hebron — ebenfalls nach Abzug der Wüsten - bezirke — nur 23 Seelen pro Quadratkilometer kommen. Die Ursachen für diese Verschiedenheiten sind folgende: Die Böden in dem Bezirk von Sichern und Hebron wurden immer von Generation zu Generation vererbt, die Araber konnten im besten Falle dort eine primitive und begrenzte Industrie entwickeln, während im Bezirk Jerusalem Ströme von Einwanderern aus dem Ausland sich niederließen, die dort alle möglichen Unternehmungen — religiöser oder weltlicher Art — schufen, abgesehen von den kulturellen Gründungen und Schaffung von wirtschaftlichen Möglichkeiten, die es früher im Lande gar nicht gegeben hatte. Durch alle diese Momente wurden einem großen Teil der