Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Der Bericht der Johnson Crosbie Kommission [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 3)
- Language
- German
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b) Erhöhung des Schutzzolles auf Weizen und Weizenmehl um 50 Prozent. c) Verbot des Import von unraffiniertem Olivenöl bis auf weiteres. d) Erhebung eines Zolles von 3 Pfund pro Tonne eingeführte Sesamsaat. (Diese Empfehlungen der Kommission sind mit Ausnahme von Punkt a) ebenfalls bereits im Juni 1930 ausgeführt worden.) Die Steuerbelastung. In dem erwähnten Bericht Johnson-Crosbie wird versucht die Verteilung der Steuerlast auf Stadt und Land zu untersuchen. Das Ergebnis ist: Stadt. Bevölkerung Ländl. Bevölkerung in pal. £ Städtische Grundeigentumstaxen 119.000 Werko 112.000 Viehsteuer 1.000 35.000 Umgewandelter Zehent 11.000 248.000 131.000 395.000 Aus diesen Ziffern folgert der Bericht eine Ueberlastung der ländlichen Bevölkerung und deshalb schlägt er die oberwähnte Steuerreform vor, darunter die Einführung der Einkommensteuer. Landwirtschaftliche Kommission. Die palästinensische Regierung hat soeben eine landwirtschaftliche Kommission für die Ausarbeitung eines landwirtschaftlichen Forschungs- und Erziehungsprogrammes eingesetzt. Die Ar bei der Kommission soll unter Heranziehung von Vertretern aller Bevölkerungskreise erfolgen. Außer den Beamten des Landwirtschaftsdepartments der Regierung sind von der Regierung folgende Vertreter der Bevölkerung als nichtoffizielle Mitglieder der Kommission nominiert worden: Juden: Eliezer Jcfffe (Arbeiterorganisation), Viktor Kohn (Pica), Dr. Magnes (Universität), Dr. Ruppin (Executive J. A.), H. Viteies (Kooperativbank); Christen: Pater Sacchetti, Wagner; Moslim: Moh. Kasim Abd. Dadi, Jussef Bey Khalil, Scheich Khalil el Asah, Djamil Eff. el Schawa und Saudi Eff. Abdul. Die Schuldhaft. Die Regierung veröffentlichte am 1. Jänner einen Entwurf über Reform der Schuldhaft. Simpson hatte die Aufhebung dieses veralteten Strafverfahrens vorlangt. Der Entwurf sieht im Wesentlichen vor, daß Nichtzahlung gerichtlich zuerkannter Alimente, Strafen usw., Schuldhaft nach sich zieht. Es ist zu erwarten, daß die heftige «Kritik, die in der Presse gegen diesen Entwurf erhoben wird, zu wesentlichen Abänderungen derselben führen wird. Sonntagsruhe bei Juden. Die Regierung verordnete die Sonntagsruhe bei jüdischen Arbeitern im Athliter Steinbruch, obzwar sie Samstag feiern. Jüdische Organisationen haben hiegegen Protest eingelegt. Auf eine Anfrage im englischen Parlament erklärte öiiterstaatssekretär Dr. Shiels, er werde eine gründliche Untersuchung dieser Frage einleiten. — Inzwischen ist anfangs Jänner die betreffende Verordnung aufgehoben worden. Die Finanzen: Ersten zehn Monate 1930: Einnahmen der Regierung 248.293 Pfund, Ausgaben 258.562 Pfund, Defizit 18.049 Pfund. Ersparungsmaßnahmen wurden eingeleitet. JEWISH AGENCY. Die Wahlen zur jüdischen Nationalversammlung in Palästina. Am 5. Jänner