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Palästina · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Article
Über die Rentabilitätsberechnung in den Arbeitersiedlungen des Keren Hajessod
Date
1931-01-01
Page
Seite 33 (sequence 19)
Language
German
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Siedler Vorteile vor dem Lohnarbeiter gewähren. In den Aufbaujahren darf der Betrieb durch höhere Löhne nicht leiden. 4. Die Untersuchung beweist, daß ein Teil der Defizite — wenn auch nicht alle — auf die hohen Lohnberechnungen zurückzuführen ist. Bei Einsetzung eines festen Lohnes von 200 M;il täglich ergibt sich, daß eine größere Zahl der Wirtschaften bereits heute Ueberschüsse ergeben, die eine bescheidene Verzinsung des Kapitals ermöglichen und noch einen gewissen Raum für die Hebung des Standards der Siedler übrig lassen. Schchunath Borochov — der gelungene Versuch einer Kleinsiedlung in Palästina. Von Julius Berger, Tel-Aviv. Die neueste politische Entwicklung in Erez Israel hat die Frage einer billigeren Siedlungsform, als der von der Zionistischen Organisation bisher hauptsächlich gepflegten, wieder sehr aktuell gemacht. Daher dürften die Ergebnisse einer Untersuchung von besonderem Interesse sein, die die Verhältnisse in Schchunath Borochov betreffen, der ersten und einzig bisher ganjz durchgeführten jüdischen Kleinsiedlung in Erez Israel. Die Untersuchung wurde im Frühjahr und Sommer 1930 auf Veranlassung der Palestine Mortgage and Credit Bank von Herrn Studnitz, Beamten dieser Bank, und dem Verfasser, damals Direktor der Loan Bank in Tel-Aviv, durchgeführt. Sie erstreckte sich auf 91 von den insgesamt 135 bereits ansässigen Siedlern. Die restlichen 27 Prozent unterscheiden sich mit Ausnahme von 2, aus dem Rahmen der Siedlungen hinausfallenden, Fällen nicht von dem Gros der untersuchten. Die gewonnenen Ergebnisse können daher als maßgebend für die ganze Siedlung angenommen werden. Der vorliegende Aufsatz enthält das Wesentliche aus den Resultaten dieser Untersuchung. Gründungsgeschichte. Die Kleinsiedlung Schchunath Borochov, 3.5 Kilometer von Tel-Aviv, rechts neben der großen Landstraße Tel-Aviv-Pethach Tikwah-Tul Kerem, wurde im Jahre 1921 von einer Gruppe poale-zionistiscjier Arbeiter und Angestellter gegründet. Sie wurde genannt nach dem Gründer der poale-zionistischen Organisation, Borochov. Mannigfache mißglückte Versuche des Bodenerwerbes gingen der Gründung voraus, bis es gelang, den Keren Kajemeth zum Erwerb einer geeigneten, 300 Dunam umfassenden Fläche zu veranlassen. Dazu war aber erforderlich, daß die Siedler sich zu einer Beteiligung an der Kaufsumme verpflichteten. Dieselbe Bedingung in erhöhtem Umfange wurde gestellt, als der Keren Kajemeth, 1925 durch Zukauf einer benachbarten Fläche den Umfang der Siedlung auf 640 Dunam brachte. Der Gesamtkaufpreis betrug 8850 Pfund, von denen der Keren Kajemeth 6630 Pfund, die Siedlung 2300 Pfund zu zahlen übernahm. Die Beteiligung der Siedlung am Bodenerwerb beträgt also rund 25 Prozent, 460 Pfund ist sie darauf noch schuldig. Die so gezahlte Summe wird als Vorauszahlung

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