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Palästina · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Article
Über die Rentabilitätsberechnung in den Arbeitersiedlungen des Keren Hajessod
Date
1931-01-01
Page
Seite 18 (sequence 4)
Language
German
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Betriebes eine Folge der steigenden Werte verschiedener Wirtschafts ob jekte ist, nicht flüssig machen und kann dem Betrieb, ohne ihn zu schädigen, nicht entnommen werden. Doch nicht darin liegt die HauptsehwierigJkeit. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Bilanzen der K. H.-Siedlungen in ihrer heutigen Form geben uns keinen Anhaltspunkt für die Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges eines Betriebes. Denn als Grundlage zur Errechnung des Hauptpostens des Betriebes, nämlich der Ausgaben für die Arbeit, wird nicht ein fester Lohn für jeden Arbeitstag oder ein fester Mqnats- oder Jakresgehalt für jedes Mitglied des Betriebes angenommen, sondern es wird nach einem vollkommen labilen Grundsatz verfahren, der sich nicht nur in den einzelnen Kwuzoth, sondern auch in demselben Betriebe von Jahr zu Jahr ändert. Man geht von der Voraussetzung aus, daß alle Ausgaben aller Mitglieder der Kwuzah, sowje die Ausgaben der Administration und die Betriebsunkosten von dem Ertrage der in den verschiedenen Wirtschaftszweigen verwendeten Arbeitstage gedeckt werden müssen. Folglich wird kein fester Taglohn festgesetzt, sondern am Schluß des Jahres werden in einer langwierigen und umständlichen Weise die Kosten eines Arbeitstages errechnet, indem man alle oben erwähnten Ausgaben durch die Zahl der in der Wirtschaft verwendeten Arbeitstage dividiert. Dieses Resultat, das nichts weiter als eine Feststellung ist, wieviel jeder Arbeiter täglich verdienen müßte, um alle Ausfgahen der Kwuzah zu decken, gilt als der Arbeitslohn, mit dem alle Ausgaben im Betrieb kalkuliert werden. Ein Beispiel zur Illustration: Im Tagebuch einer Kwuzah wurden im Laufe des Jahres 1928/29 18.612 Verpflegungstage der Erwachsenen eingetragen. (Unter Verpflegung werden alle Bedürfnisse verstanden, also Essen, Zigaretten, Bekleidung, Partei- und Organisationssteuern, private Ausgaben der Mitglieder, inklusive Hilfe für unterstützungsbedürftige Familienmitglieder im Lande und im Auslande, Zeitungen, Bücher und anSdere Ausgaben für kulturelle und Bildungszwecke, Kinderernährung und Kindererziehung usw.) Die obige Zahl bedeutet also, daß ungefähr 51 Menschen von der Kwuzah ein Jahr hindurch erhalten wur« den (51 mal 365 sin'd 18,615). Diese 51 Mitglieder oder Arbeiter der -Kwuzah haben im Laufe des Jahres 8292 Tage in den verschiedenen Zweigen des Betriebes gearbeitet. Der Rest verteilt sich auf Feiertage (2798), Krankheitstage (1076), Urlaubstage (463), Regentage (1744), Hausarbeiten (4106), und sonstige (142). Die Kosten für die 18.612 Verpflegungstage beliefen sich auf 2441,883 Pfunde. Diese Zahl (2441,883 Pfunde) durch die Zahl der Arbeitstage (8292) dividiert, ergibt die Ziffer 294,49 Müs und wird als „der Arbeitstag" bezeichnet, mit dem alle Arbeiten kalkuliert werden. Mit anderen Worten: Jeder Arbeitstag in den verschiedenen Wirtschaftszweigein muß 294,49 Müs einbringen, um alle Mitglieder der Kwuzah mit üiren Familien und Kindern ernähren und ihre sonstigen Bedürfnisse decken zu können. Ist nun der Ertrag eines Wirtschaftszweiges größer als alle Ausgaben, mit denen der entsprechende Zweig belastet wird, (zum Beispiel Samen, Dünger, Abnutzung der Werkzeuge und des Inventars, Regierungssteuern usw.), zuzüglich des Arbeitslohnes (die Zahl der verwendeten Arbeitstage multipliziert mit der obigen Zahl, 294,49 Müs), so güt der Ueberschuß als Verdienst, ist er kleiner, gilt die Differenz als Verlust. Die Summe der Verluste, beziehungsweise der 'Verdienste in allen Arbeitszweigen ergibt dann den allgemeinen Bilanzverlust,

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