Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1930)
- Article
- Die Frage der Wasserversorgung
- Date
- 1930-06-01
- Page
- Seite 211 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379883-2379888-2391474--10713-2391632- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
b) Ain Kurdaneh, zirka 1.5 m3 in der Sekunde, zirka 135 Millionen Liter im Tag. Nicht verwendet. Das verfügbare Land an die Haifabay verpachtet. c) Ain Auja, 8.5 m3 pro Sekunde. Land für Bebauung verfügbar (die Küstenebene). Könnte für Orangenbau verwendet werden, der heute überall von Pumpen bedient wird. d) Ain Rubin gehört zum Süden, unterschreitet das Meeresniveau und müßte hinaufgepumpt werden. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß die Bewässerung nur beim Orangenbau in einem beachtenswerten Umfang entwickelt worden ist. Es gibt auch kleine Bananen-. Pflanzungen, die ausgedehnt werden. In der Jordanebene wird Bewässerung hauptsächlich für Getreide verwendet. Bedeutende Möglichkeiten bestehen für die bewässerten Kulturen dazu geeigneter Pflanzen, die guten Ertrag geben würden und wodurch der Export landwirtschaftlicher Produkte stark gesteigert werden könnte. Rundschau JEWISH AGENCY. Von Dr. Robert Weitsch, Berlin. Die Jewish Agency hat in den letzten Monaten eine sehr bewegte Zeit hinter sich. Unmittelbar nach der Sitzung der Administrative Committecs vom Ende März, das vor allem die inneren Spannungen innerhalb der Agency applanieren sollte, erschien der Bericht der unter Vorsitz von Sir Walter Shaw stehenden Untersuchungskommission, welche die unmittelbaren Ursachen der Unruhen in Palästina vom August 1929 zu untersuchen und Vorschläge über eine Verhinderung einer "Wiederholung solcher Ereignisse zu machen hatte. Dieses Ereignis überschattete alle anderen Vorkommnisse und steht seit Wochen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und der Tätigkeit der Jewish Agency. Der Bericht, auf dessen Inhalt hier nicht einzugehen ist, hat im jüdischen Lager große Enttäuschung hervorgerufen und scharfe Ablehnung erfahren. Da der Bericht sich nicht an die enge Kompetenz der Kommission hält, sondern auch die Grundfragen der Palästinaarbeit, vor allem Immigration, Bodenpolitik und Konstitution, erörtert, ist durch ihn das Gesamtproblem Palästinas und des Jüdischen Nationalheims in seiner Gänze aufgerollt worden. Um die dadurch entstandene Beunruhigung zu mildern, hat der Premierminister MacDonald am 3. April im Unterhaus erklärt, daß an dem Palästinamandat nicht gerüttelt werden könne und daß die Regierung im Rahmen des Mandats ihre Verpflichtungen gegenüber beiden Teilen der Bevölkerung erfüllen wird. Die Aktion der Jewish Agency war in erster Linie darauf gerichtet, das Vertrauen zu dem Bericht der Shaw-Kommission bei der Regierung und bei der öffentlichen Meinung zu erschüttern. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Beurteilung der Kommission auf Grund unvollständigen und einseitigen Materials erfolgt ist und daß die Kommission gar nicht die Möglichkeit hatte, die schwierigen Fragen der Besiedlung Palästinas unter Zugrundelegung des Mandats zu studieren. Denn es genüge nicht, die Schwierigkeiten der Palästinapolitik aufzudecken; da vielmehr die Mandatarmacht den klaren Auftrag hat, die Errichtung des Jüdischen Nationalheims zu erleichtern und zu fördern, müssen eben Wege gefunden werden, um diese Schwierigkeiten zu überwinden. Diesem Problem aber hat