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Palästina · 1930-06-01 · Heft 6 (Juni 1930) · p. Seite 210

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 6 (Juni 1930)
Article
Die Frage der Wasserversorgung
Date
1930-06-01
Page
Seite 210 (sequence 2)
Language
German
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dem sind die in der Nähe der Küste gepumpten Mengen fast gleich denen im Jaffadistrikt. "Weiter gegen Südost sind die Brunnen in größere Tiefe getrieben und die Ausbeuteerscheint im allgemeinen klein und für Bewässerungszwecke ungenügend zu sein. Die Entwicklung der "Wasserversorgung im Distrikt Ber Scheba erscheint als wichtiges Problem, dessen Lösung eine beträchtliche Ausdehnung der landwirtschaftlichen Tätigkeit bringen würde. Die vermutlichen Grenzen des Beckens wurden (in der Karte des Autors — die Red.) angegeben. Ber Scheba ist noch durch einen gebohrten Brunnen untersucht worden und die bestehenden ausgegrabenen Brunnen werden bloß zirka. 1 m unter dem Sommerspiegel geführt. Die Ebene von Esdralon (Jesereel) ist in bezug auf bewässerte Kultur ernstlich untersucht worden, aber die Brunnen haben noch kein reguläres Ergebnis gezeitigt. Es verbleibt noch die Untersuchung der tiefer gelegenen Quelle unter dem nicht durchgestoßenen roten Lehm, welche durch artesische Brunnen "Wasser liefern sollte. In der Jordanebene gibt es mehrere Flächen, welche für die Wasserlieferung in. Betracht kommen, aber im allgemeinen käme das Hinaufpumpen des Jordanwassers billiger als die Anlage von Brunnen. Als wichtigste Flüsse und Quellen zur Lieferung von Irrigationswasser kommen im Lande in Betracht: 1. der Jordan, 50 bis 100 m3 pro Sekunde. Boden zur Bebauung vorhanden: Im Westen die obere Terrasse des Jordans von 5 km nörlich von Wadi Farah nach Jericho, zirka 200 km2 in Höhen von 300 bis 350 m. Im Osten südlich des Nahr es Zarka zirka 200 km2 in Höhen von 280 bis 330 m. Zwei Methoden sind verfügbar zur Ausnützung des Jordanwassers: a) Stauen des Wassers oberhalb Jisr Damieh und Verteilung durch Kanäle, b) Pumpen des Wassers an verschiedenen Stellen. 2. Quellen des Jordans, Totes Meer: a) Ain Jidi, Ain Sideir, Aid el Areijeh, zusammen 45 bis 90 Millionen Liter pro Tag. Ein kleiner Teil wird von den Beduinen verwendet, aber die Hauptmasse zerstreut sich in dem kiesigen Sand (gravels) und fließt ins Tote Meer. Weinberge von Engedi werden in alten jüdischen Schriften erwähnt und Reste der ausgedehnten Terrassen können noch an den Abhängen gesehen werden. b) Ain Feschka und andere Quellen, 130 Millionen Liter im Tag, Chlorgehalt 50 bis 150 Teile in 100.000. Der Gebrauch dieses Wassers würde entweder schwierige Konstruktionen erfordern oder die Quelle müßte in einem Tunnel geführt werden. Die letztere Methode würde wahrscheinlich Süßwasser ergeben. Verfügbare Fläche zirka 25 km2. Pumpen würden erforderlich sein, wenn nicht durch das Tunnel die Höhe der Quelle gehoben werden würde. c) Ain Auja, Ain Duc, Ain Sultan, Gesamtquantum zirka 115 Millionen Liter pro Tag. Ein beträchtlicher Teil des Wassers wird benützt oder vergeudet. Das zur Bebauung verfügbare Land ist nicht größer als 5 km2 und, ausgenommen von Ain Sultan, sind die Böden alle dicke, alluviale Flächen, viel höher als die obersten Terrassen. Eine geeignete Kontrolle dieser Wässer würde die Kultivierung erheblich steigern. d) Farahquelle, zirka 115 Millionen Liter im Tag. Ein Teil des Wassers wird für gewöhnlichen Getreidebau verwendet. e) Baisanquelle, zirka 225 Millionen Liter pro Tag. Das meiste Wasser wird verwendet oder verschwendet und der Zustand der Bewässerung gibt nur geringe Resultate. 3. Quellen der westlichen Ebene: a) Kabrequelle und Kurn, zirka 40 Millionen Liter pro Tag. Wird verwendet für- Orangenzucht, im allgemeinen ziemlich verschwenderische Irrigation.

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