Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1930)
- Article
- Die Zusammensetzung der Beamtenschaft der Palästinaregierung
- Date
- 1930-06-01
- Page
- Seite 209 (sequence 8)
- Language
- German
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Faktor für die Erweiterung der von der Regierung erfüllten gesell- 209 schaftlichen Dienste ist. 4. Der Unterschied zwischen den Gehältern der englischen und der palästinensischen Beamten ist ungewöhnlich groß. Die besonders hohen Gehälter der Engländer belasten die Regierungskasse stark und bilden, in Anbetracht der beschränkten Mittel der Regierung, einen Hemmschuh in der Aufwärtsbewegung der Gehaltsstufen der einheimischen Beamten. Die Frage der Regierungsbeamten kommt eine besonders zionistischkolonisatorische Bedeutung zu, und die Eroberung der Arbeit in der staatlichen Wirtschaft für den jüdischen Beamten ist keine nebensächliche Angelegenheit. Diese Arbeit ist nicht leicht, doch auch der Kampf um das Eindringen des jüdischen Arbeiters in die Regierungsarbeiten erfordert große Anstrengungen von seiten der Histadruth, der Körperschaften des Jischuw und der zionistischen Exekutive, und er wird trotz der geringen Fortschritte nicht aufgegeben. Es ist sicher, daß der Kampf um die Beamtenschaft ein besonders schwerer ist, auch die Wege hierfür sind noch nicht geebnet, aber wir sind verpflichtet, auf diesem Gebiete zu arbeiten. Die Instanzen der zionistischen Exekutive, die Knesseth Israel und die Histadruth, sind verpflichtet, eine entsprechende Tätigkeit zu entfalten, denn diese Angelegenheit ist nicht nur wichtig für den arbeitsuchenden jüdischen Beamten, sondern auch für den Jischuw und die zionistische Bewegung. Die Frage der Wasserversorgung. Von G. S. Blake, Regierungsgeologe, Jerusalem. In seiner von uns angezeigten Schrift: „Geology and Water Resources of Palestine" gibt der Verfasser am Schluß folgendes Resümee über die Bewässerungsmöglichkeiten nach seinen Unter« suchungen: In der Küstenebene haben Bohrungen gezeigt, daß Wasser in geringer Tiefe in -einer Entfernung von 5 bis 10 km von der Küste erreichbar ist. Wo die Tiefe der Brunnen so groß ist, daß sie den Muschelkalk oder kalkigen Sandstein „Kerkur" erreicht, ist die erzielbare Wassermenge bloß von der Größe des Umfanges der Pumpe abhängig und gewöhnlich werden 40 bis 80 cm3 in der Stunde geschöpft. In gewissen Gegenden, wie Ber Jacob, Bir Salem usw., reicht der feine Sand zu einer beträchtlichen Tiefe unter Meeresniveau, was die Kosten für die Beschaffung reichlicher Wassermengen erhöht. Das Gebiet zwischen Benjaminah bis etwas südlich von Jaffa scheint die besten Ergebnisse zu liefern. Das mag zum Teil dem Umstand zu verdanken sein, daß der Sand von vielen Quellen durchzogen wird, wie Schumun und And ja, während es im Distrikt Gaza keine großen Quellen gibt und die Regenmenge eine geringe ist. Trotz-