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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Aus den Anfängen von Chederah
Date
1930-04-01
Page
Seite 150 (sequence 6)
Language
German
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und in ihrer Umgebung. Man sagte, daß diese Bäume den Ort sanieren werden. Diese Aussage stärkte ein wenig die Kräfte der Kolonisten und zeigte ihnen, daß sie nicht vergessen waren, daß man um sie sorgte. Und wieder pflanzte man Weinberge. Aber schon vorher pflanzte die Familie Chankin7) den ersten Orangengarten der Kolonie. Die Weinberge, die in den ersten zwei Jahren gepflanzt worden waren, gingen zum größten Teil wieder ein, denn in den Tagen des Sommers verließen ihre Besitzer die Kolonie, sie gruben sie nicht um und bewachten sie nicht, und die Viehherden der Nachbarn machten sie zur Wüste. An Stelle der verwüsteten Weinberge wurden neue gepflanzt. Einer der Pflanzer kam auf die glänzende Idee, die Weinberge — einzuzäunen, damit die Herden der Nachbarn nicht eindringen könnten. Dies vermehrte aber deren Klugheit: Diese Wildlinge verstanden nicht, wie es dem Menschen erlaubt sein soll, ihretwegen Zäune zu errichten und ihnen die Gaben Gottes, die Gräser und die Trauben vorzuenthalten. Die Hirten des Viehs der Nachbarn zerstörten die Zäune und fielen über die Arbeiter in den Weinbergen her, allein die Kolonisten wußten ihnen zu widerstehen und schlugen die Eindringlinge zurück . . . Im Jahre 1895 stimmte der Baron (Edmond de Rothschild, Paris, der seit 1883 die jüdischen Kolonien in Palästina unterstützt hatte. — Anm. d. Übers.) nach vielen Bitten der Kolonie und der Chowewe Zion zu, Eukalyptusbäume an den Grenzen der Kolonie wie in der Umgebung der Sümpfe zu pflanzen, und diese Arbeit wurde in Angriff genommen. In diesem Jahr erwarben die Chowewe Zion einen Teil des Bodens Chederas und begannen ihn mit Ethrogim zu bepflanzen. Sie nannten den Garten nach Rabbi Schmuel Mohilever (Rabbiner in Byalistock, 1824 bis 1899, eifriger Zionsfreund, hatte den ersten russischen Zionistischen Verein gegründet u. a. m. — (Anm. d. Übers.) „Gan Schmuel". (Der Boden dieser Siedlung gehört jetzt dem KKL. Es arbeitet erfolgreich einen Kwuzah darauf. — Anm. d. Übers.) Noch einen Fortschritt erzielte die Kolonie in diesem Jahr: Die Chowewe Zion unter Mitwirkung des Barons gaben der Kolonie Kredite zum Bau von zehn Steinhäusern. Mangels behördlicher Erlaubnis konnte damals mit dem Bau nicht begonnen werden. Erst viel später konnte er durchgeführt werden, (Ubersetzt von ad. bm.) Landwirtschaft und Boden im Distrikt nördlich von Jaffa. Von Agr. Chem. H. E. Z. Raczkowski, Jerusalem. Nachstehend einige wenige Stellen aus einer mit vielen Tabellen und einer Karte versehenen wissenschaftlichen Veröffentlichung des Landwirtschaftsdepartements der Regierung: „Agriculture and Soils of The Jaffa Sub District", die wir unter „Büchereinlauf" angezeigt haben Die Red. Die untersuchte Fläche hat eine Ausdehnung von 260 km2 und schließt ein: fünf arabische Dörfer, elf jüdische Kolonien, eine deutsche Kolonie und die jüdische Ackerbauschule Mikweh Israel. Diese Area gehört topographisch zu der Ebene von Saron und dem Becken ded Nahr-el-Audja (Jarkon). Dieses ist das bedeutendste Becken an der westlichen Wasserscheide, es mündet ins Meer, 8 km nördlich von Jaffa, in vier Abteilungen, wovon 7) Jehoschuah Chankin, einer der ersten Pioniere, heute über 60 Jahre alt, hat seit 40 Jahren fast sämtliche jüdischen Bodenkäufe durchgeführt. (Anm. d. Übers.)

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