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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Problemstellungen im Versuchswesen in Theorie und Praxis
Date
1930-04-01
Page
Seite 142 (sequence 14)
Language
German
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142 *igten' Anfangs hielt man diese Erscheinungen für Nematodenschaden, aber die Untersuchungen der pathologischen Abteilung ergaben, daß es sich um eine Krankheit handelt, deren Symptome identisch mit einer in Australien, Südafrika, Indien und Ägypten verbreiteten Krankheit sind (Bunchy top). Aus Ägypten wurde die Krankheit hierher eingeschleppt. Nur durch genaues Laboratoriumsstudium der Krankheit und Ausarbeitung von Bekämpfungsmethoden kann man verhindern, daß sie sich im Lande ausbreitet und der Einführung der Bananenkultur in Palästina schwere Einbuße tut. — Nach erfolgreicher Beendigung dieses Vorstudiums müssen wiederum sämtliche Abteilungen der Station herangezogen werden, um der Landwirtschaft eine große und sichere Einnahmequelle zu verschaffen. Falls sichere Gegenmittel gegen die Schädlinge gefunden werden, sei es durch direkte Bekämpfung oder durch Unterdrückung vermittels eines geeigneten Fruchtwechsels (so daß die Bananenkulturen nicht permanente Pflanzungen werden, sondern in bestimmten Zeitabständen auf anderen Boden verpflanzt werden), und anderseits die Marktfrage geklärt ist, so können die Bananen für den schweren bewässerbaren Boden vielleicht dasselbe bedeuten wie die Orangen für den leichten. Die bis jetzt (im Jordantal) gewonnenen Erfahrungen zeigen, daß die Anlagekosten für einen Dunam Bananen zirka 14 £ betragen, ferner in drei Jahren: die Einkünfte 150 £, die Ausgaben 125 £, Überschuß 25 £. Diese Berechnungen basieren vorläufig noch auf kleinen Anlagen, und es muß geklärt werden, inwieweit sie sich bei Übertragung auf die Verhältnisse einer großen Kolonisation als richtig erweisen. Alle diese Momente zu klären, würde Aufgabe der Versuchsstation in den nächsten Jahren sein. — Wäre jedoch das Studium der Schädlinge nicht parallel mit der Anlage der Bananen sofort in Angriff genommen worden, so hätte den Pflanzungen schwerer Schaden verursacht werden können. Steinobst und andere Früchte. — Der Verbreitung dieser Kulturen steht ein Schädling entgegen, nämlich die Fruchtfliege (Ceratitis capitata Wied). Dieser in fast allen tropischen und subtropischen Ländern verbreitete Schädling ist aus Palästina seit gegen 20 Jahren bekannt. Der Schaden hält sich gegenwärtig in bescheidenen Grenzen; Äpfel neben Orangengarten werden gelegentlich mäßig befallen, der Befall der Aprikosen ist in der Küstenebene sehr stark, im Gebirge jedoch gering bis mäßig, die Pfirsichkultur ist hingegen in der Küstenebene wegen des Ceratitisbefalles unmöglich. Um so höher ist jedoch der latente Schaden der Fliege für die Entwicklung der Fruchtkulturen Palästinas zu bewerten. Sommerorangen dürften vermutlich äußerst stark befallen werden, mindestens aber so stark wie im März—April noch

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