Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1930)
- Article
- Der Einfluss der jüdischen Aufbauarbeit auf die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas und seiner Bewohner
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 124 (sequence 12)
- Language
- German
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a) Ankauf der Eisenbahn Jaffa—Jerusalem...... 280.598 £ b) Ablösung der gesamten Vorkriegsschuld, das heißt zirka 2,800.000 £ durch eine Pauschalzahlung von ... . 809.766 £ c) Tilgung einer im Kriege entstandenen Schuld an die englische Militärverwaltung.......... 206,541 £ d) Kapitalinvestierungen in den Departements: Eisenbahn, Post und Telegraph, Telephon, öffentliche Arbeiten ................. 1,371.046 £ e) Liquider Überschuß pro 31. Dezember 1928 .... 589.530 £ 3,257.481 £ Es wäre leicht möglich gewesen, die Kosten für die allgemeine Verwaltung niedriger zu halten und dadurch noch höhere Überschüsse zu erzielen: die Regierung hätte nichts anderes zu tun brauchen, als die zivilisatorischen Leistungen (Rechtspflege, öffentliche Sicherheit, Verkehrswesen, Telephon usw. usw.) und die kulturellen (Schul- und Sanitätswesen) auf dem gleichen niedrigen Niveau zu halten, das in benachbarten arabischen Ländern üblich war. Die Regierung hatte aber den Ehrgeiz, dieses Niveau erheblich zu übertreffen. Deutlich ist dies vor allem bei den Ziffern für das Schul- und Sanitätswesen zu konstatieren. Auf beiden Gebieten beschränkte sich dabei die Regierung darauf, ihre Leistungen im großen ganzen ausschließlich den Arabern zugute kommen zu lassen, und überließ es den Juden, sich ihr Schul- und Sanitätswesen selbst zu finanzieren. Infolgedessen wurden für die Araber pro Kopf der arabischen Bevölkerung jährlich ausgegeben: Palästina Irak Ägypten Transjordanien Für Erziehungswesen . 180 Mil 65 Mil 114 Mil 78 Mil Für Sanitätswesen . . 140 Mil 59 Mil 109 Mil 41 Mil 320 Mil 124 Mil 223 Mil 119 Mil Die Verteilung der Steuerlasten. Nichts wäre näherliegend als die Annahme, daß so hohe Leistungen seitens des Staates nur auf Grund von exzeptionell hohen Zoll- und Steuerlasten ermöglicht worden seien. In der Tat führen die Araber darüber auch Klage. In Wirklichkeit aber haben gerade sie den geringsten Anlaß dazu, denn wenn es auch wahr ist, daß der Staat unverhältnismäßig hohe Einnahmen erzielt, so sind doch diese Einnahmen so zusammengesetzt, daß der größte Anteil daran auf die jüdische Bevölkerung entfällt, während die arabische Bevölkerung heute weniger Steuern zahlt als vor dem Krieg. In der Vorkriegszeit betrugen die Steuern in der Türkei 0.900 £ pro Kopf. Unter